Donnerstag, 18. November 2010

Rezension - Austro Pasta


Wie bei einigen Food-Bloggern, durfte auch bei mir das Kochbuch Austro Pasta einziehen. Dafür möchte ich mich erst einmal herzlich beim Löwenzahn Verlag bedanken! So, und nun zu meiner Meinung über das gute Stück...

Erster Eindruck:
Vornweg: Meine Erwartungen waren schon hoch. 6 amazon-Bewertungen mit je 5 Sternen legen die Latte nicht gerade niedrig... ;-)
Nach dem Auspacken war ich direkt positiv gestimmt: schönes Cover, sonnige Farbe und kurzer, aber informativer Klappentext. Ich mag die kleinen Teller mit den leckeren Gerichten vorne drauf, das macht gleich Lust auf mehr; ebenso der Klappentext. Die Farbe ist mein persönliches Highlight - das Buch wohnt hier nämlich im Wohnzimmer (meine Kochbuchsammlung ist zu groß für die Küche *hust*) und passt perfekt ins Farbkonzept. Aber das ist wohl nur für mich persönlich wirklich interessant... ;-)

Nach dem ersten Durchblättern:
Ich habe mich natürlich gleich hingesetzt und geschmökert. Die 250 Rezepte sind aufgeteilt in kalte AUSTRO Pasta, warme AUSTRO Pasta und süße AUSTRO Pasta. Außerdem gibt es hinten noch Grundrezepte. Zu Beginn gibt es noch Infos über Pasta und das Buch - sehr informativ, aber angenehm kurz gehalten. Hat mir gut gefallen. Es gibt nicht zu allen Rezepten ein Bild, was mich aber nicht gestört hat. Die Bilder die da sind, sind sehr schön gestaltet. Was mich besonders gefreut hat, ist, dass die Gerichte zwar ansprechend angerichtet sind. Aber trotzdem so, dass man das auch selbst so servieren kann und kein Haarspray & Co. dafür braucht... ;-)

Mehr Details:
Wie schon geschrieben, es gibt 250 verschiedene Rezepte. Sie sind (wenn nicht anders angegeben) für "sechs kleine Häppchen-Portionen konzipiert", die aber auch für ein normales 2-Personen Essen passen. Die Zutaten sollen alle problemlos in Österreich erhältlich sein. Das kann ich nicht beurteilen - München ist ja noch nicht ganz in Ö. Aber ich bin mir sicher, dass man z.B. statt Seewinkel-Paradeisern auch andere Tomaten benutzen kann. ;-) Womit ich gleich zum nächsten Thema komme: Österreichisch ist nicht Deutsch. Ich kannte nicht alle Begriffe. Aber mit Hilfe des Internets (es gibt tatsächlich Übersetzer D-Ö) habe ich alle sprachlichen Hindernisse überwunden. Ist aber auch nicht so viel.

Kleine Kritik:
Ich persönlich hätte mir mehr vegetarische Rezepte gewünscht. Bei den kalten Rezepten sind es z.B. von den insgesamt 15 nur 4 ohne Fleisch oder Fisch. Aber wie es schon in der Einleitung steht, man kann ja kreativ sein und variieren. Das muss ich auch bei den Rezepten mit Innereien... ;-)
In dem Zusammenhang ist mir auch aufgefallen, dass für mich die Aufteilung in kalt, warm, süß und Grundrezepte nicht ganz praktisch ist. Im Register könnte man vielleicht noch die vegetarischen Rezepte kennzeichnen. Das wäre ganz toll.

Mein persönlicher Härtetest:
Mag für den ein oder anderen banal erscheinen, für mich aber wirklich ein Indiz ob das Buch gut ist oder nicht. Ich bin nämlich bereits 3x kläglich gescheitert. Mit verschiedenen Rezepten versteht sich. Die Rede ist von Gnocchi. Und den Test hat das Buch mit Bravour bestanden. Meine Lachsgnocchi mit Rucolapesto waren super! Nix ist im Wasser davon geschwommen, war eklig klebrig oder matschig. Mein Freund, der Kenner, fand sie perfekt.


Dass sie nicht so schön sind, ist allerdings meine Schuld. Irgendwie wusste ich beim machen nicht mehr, wie Gnocchi aussehen...
Hier folgt noch das Rezept für die kleinen Klopse. Das Pesto wird ganz normal zubereitet, nur eben mit Ruccola. Dann noch Räucherlachs in Streifen schneiden und unterrühren.

Zutaten für 6 Portionen:
500g mehlige Erdäpfel
50g Butter
1 Ei
75g Erdäpfelmehl
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung:
Erdäpfel in der Schale kochen, schälen und ausdämpfen, damit möglichst wenig Wasser in den Erdäpfeln bleibt.
Die Erdäpfel sofort durch die Erdäpfelpresse passieren und mit weicher Butter, Muskatnuss, Salz, Pfeffer, Ei und Erdäpfelmehl zu einem Gnocchiteig vermengen.
Erdäpfelteig zu einer Rolle formen, etwas flachdrücken, in gleichmäßige Stücke schneiden und mit einer Gabel leicht eindrücken.
Die rohen Gnocchi auf einem bemehlten Blech auflegen und kurz vor dem Anrichten in kochendes Salzwasser einlegen und 2 Minuten ziehen lassen.

Fazit:
Mir gefällt das Buch sehr gut! Eine tolle Mischung aus schnellen und etwas aufwändigeren Gerichten. Außerdem mag ich den Teil mit den Grundrezepten - sehr praktisch. Ich würde sagen, da ist für jeden und jeden Anlass etwas dabei. Vegetarier müssen halt etwas kreativ sein. ;-)

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