Dienstag, 26. Oktober 2010

Weihnachtliche Vorboten


In den Supermärkten gibt es sie schon seit August, die ganzen Weihnachtsleckereien. Ich finde es grauenvoll! Wer bitte will bei 35° C Außentemperatur Lebkuchen, Dominosteine und Co.? Frühestens Mitte November kann ich das akzeptieren... Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich selbst eh nichts davon kaufe. Ich bekomme einfach zu viel geschenkt. (Ich sag nur Oma...)
Doch seit ein paar Jahren schlage ich zurück. ;-) Angefangen habe ich mit Pralinen. Die kamen super an. Aber 7 Sorten innerhalb von 5 Tagen herzustellen, war einfach zu viel Arbeit. Vor Weihnachten fällt ja noch so einiges anderes an und Uni und Arbeit verschwinden auch nicht einfach. Letztes Jahr waren es daher nur noch 2 Sorten, gebrannte Mandeln und Lebkuchen. Und da ich für die Lebkuchen so tolles Feedback bekommen habe, mache ich sie dieses Jahr wieder. Auch, weil ich selbst gern eins probieren würde. Für mich hat es vergangenes Jahr leider nicht mehr gereicht...
Und wer sich jetzt fragt, ob ich einen Knall habe, weil ich jetzt schon für Weihnachten backe, den kann ich beruhigen. Die Lebkuchen werden besser, wenn der Teig jetzt schon angesetzt wird. :-) Klappt aber auch gut bei späterem Ansetzen (selbst getestet).

Das Rezept habe ich von chefkoch.de, hier.
Bei mir werden es jedoch keine Herzen werden, sondern Männer und Frauen. Aussagekräftigere Bilder gibt's dann in 2 Monaten. ;-)

Montag, 25. Oktober 2010

Chili con verdura


Schön scharf - das sollte es am Freitag sein. Da passte es gut, dass meine bessere Hälfte und ich schon länger Lust auf Chili hatten. Nur sollte es auch fleischlos sein, das ist bei Chili con Carne natürlich nicht gegeben. Also habe ich es wie bei den Cannelloni letztens gemacht: "Fleisch raus, Gemüse rein". ;-) Statt Hackfleisch waren in dem Chili Zucchini und Karotte; Paprika, Mais und Bohnen sind bei uns sowieso immer drin. Ohne den Tortilla-Mantel, dem Käse oben drauf und der sauren Sahne als Dip ist das Rezept auch vegan.
Mein Freund hat sich zusätzlich noch Guacamole dazu gemacht.

Zutaten:
1 Paprika
1 Zucchini
1-2 Karotten
1 Dose Mais
1 Dose Kidney Bohnen
1 Schalotte
1-2 Knoblauchzehe(n)
1-2 Chilischote(n)
1 Dose gestückelte Tomaten
Cayennepfeffer
Paprikapulver
Kreuzkümmel
Koriander
Oregano
Pfeffer
Salz
ggf. 4 Tortilla Wraps, ca. 250g Gouda, 1 Becher saure Sahne


Zubereitung:
Das Gemüse in kleine Würfel schneiden, Schalotte, Knoblauch und Chilischoten klein hacken. Öl in einer großen Pfanne heiß werden lassen. Knoblauch, Chili und Schalotte kurz andünsten; Gemüsewürfel, Mais und Bohnen dazugeben, alles ca. 5 Minuten anbraten. Die Tomaten dazugeben und würzen, nochmals einige Minuten köcheln lassen.

Falls es auch Enchiladas werden sollen, das Gemüse jetzt in die Wraps füllen, mit einem Stäbchen schließen, auf ein Backblech legen und mit geriebenen Käse bestreuen. Bei 200°C ca. 15 Minuten backen, bis der Käse schön braun geworden ist.

Montag, 18. Oktober 2010

Hakuna Matata


Wenn ich an Afrika denke, schwirrt mir immer das Lied im Kopf rum. Fragt mich nicht wieso. ;-) Seit gestern Abend habe ich jedenfalls einen hartnäckigen Ohrwurm davon, denn es gab African Chicken bei uns. Wie afrikanisch das Rezept wirklich ist, kann ich nicht beurteilen, bei chefkoch.de heißt es jedenfalls so.
Das ganze war für mich auch eher ein Experiment. Ich kann Obst und Süßes in "richtigem" Essen nämlich eigentlich nicht leiden - und in dem Rezept ist gleich beides. Aber man sagt ja, dass Geschmäcker sich ändern. Also warum nicht nochmal versuchen?! Und ich muss sagen, so schlecht war es gar nicht. Es wird sicher nicht mein Lieblingsessen, aber ich werde es durchaus nochmal kochen. Versuch geglückt! ;-)

Benutzt habe ich dieses Rezept.
Allerdings habe ich die Sahne weggelassen (braucht es meiner Meinung nach nicht), zusätzlich mit Kreuzkümmel gewürzt und nicht abgebunden. Beim nächsten Mal werde ich auch weniger Kokosmilch nehmen. Erstens weil ich den süßlichen Kokosgeschmack nicht sehr mag und zweitens, weil weniger auch gut reicht.

Freitag, 15. Oktober 2010

Die Extraportion Gemüse


Eigentlich wollten mein Freund und ich gestern indisch Essen gehen. Aber da es aus verschiedenen Gründen sehr spät geworden wäre, haben wir uns dagegen entschieden. Dafür haben wir einen Abstecher zu unserem tollen italienischen Supermarkt gemacht und einen riesigen Berg Gemüse gekauft, der zu leckeren Gemüse-Cannelloni verarbeitet wurde. Ein Rezept hatte ich nicht. Ich habe mich an einem für Hackfleisch-Cannelloni, das ich vor ein paar Jahren mal gemacht hatte, orientiert. Nach dem Prinzip "Hackfleisch raus, Gemüse rein". ;-)
Ich entschuldige mich übrigens für das blöde Foto. Das ist mit der alten Kamera gemacht, weil die neue grad mal wieder nicht hier ist. *grmpf*

Zutaten für 2 Personen:
1 kleine Zucchini
1 kleine Aubergine
1 Paprika
1 Karotte
1 kleine Stange Lauch
2 Zehen Knoblauch
750 ml grob passierte Tomaten
1 Schuss Sahne
Basilikum
Thymian
Oregano
Majoran
Rosmarin
Cayennepfeffer
Pfeffer
Salz
"Cannelloni-Hüllen"
geriebener Käse

Zubereitung;
Das Gemüse und eine Knoblauchzehe (ok, die nicht waschen) waschen und klein würfeln bzw. den Lauch in dünne Ringe schneiden. Öl in einer großen Pfanne heiß werden lassen und erst Zucchini, Karotte und Aubergine anbraten. Nach ca. 5 Minuten das restliche Gemüse dazugeben und nochmal 5 Minuten brutzeln lassen. Dann so viel passierte Tomaten zugeben, dass sich alles gut verbindet, aber nicht soßig wird, würzen.

Die restlichen passierten Tomaten in einem Topf erhitzen. Die zweite Knoblauchzehe quetschen und dazugeben und auch mit den Kräutern würzen. Köcheln lassen.

Das Gemüse in die Cannelloni füllen. In eine etwas gefettete Auflaufform geben (so bekommt man sie ganz aus der Form). Die Sahne in die Tomatensauce geben und dann über die Cannelloni gießen. Mit Käse bestreuen und ca. 30 Minuten bei 180° - 200° C im Ofen überbacken lassen.

Mein Tipp: Wer sich, wie ich früher, fragt, wie man Cannelloni am besten füllt, dem kann ich nur meine Methode ans Herz legen. Ist idiotensicher und geht relativ schnell. Man nehme einen Esslöffel, setze die Cannelloni-Hülle mit einer Öffnung auf die gewölbte Seite und fülle mit einem Teelöffel das Gemüse in die andere Öffnung hinein. Ggf. muss etwas "gestopft" werden, es rutscht aber eigentlich auch so ganz gut runter.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Zufälliger Zwetschgenkuchen


Nach einer wahren Begebenheit:
Charlotte und Freund sind beim allwöchentlichen Großeinkauf. Sie gehen durch die Reihen, Charlotte entdeckt Backzutaten und spürt Entzugserscheinungen, hat sie doch schon länger nichts mehr gebacken. Sie grübelt, sagt zu ihrem Freund: "Du, dieses Jahr gab es überhaupt keine Zwetschgen. Sowas Blödes! So kann ich dir gar kein Datschi backen." *grummel* Die beiden biegen um die Ecke, zur Obst- und Gemüseabteilung und Freund sagt: "Schau mal, Zwetschgen! Und die sind auch noch schön. Machst du mir jetzt doch einen Kuchen?" "Mit oder ohne Streusel?"

Zutaten für eine Springform (26 cm):
Für den Hefeteig:
250g Mehl (ich habe 150g Typ 405 und 100g Vollkornmehl benutzt)
1/2 Würfel Hefe
1/8l Milch
40g Zucker
50g Butter
1 Prise Salz

Für die Streusel:
100g Butter
100g Zucker
150g Mehl
1 Prise Salz
1 Prise Zimt

Außerdem:
ca. 300g Zwetschgen
Fett für die Form

Zubereitung:
Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde in die Mitte drücken und darein die zerbröselte Hefe, etwas Zucker und lauwarme Milch geben, verrühren und ca. 15 Minuten stehen lassen. Die restlichen Zutaten dazugeben und gut verkneten, ca. 30 Minuten gehen lassen. Die Springform fetten und den Teig hineingeben und gleichmäßig verteilen. Nochmals 30 Minuten gehen lassen. Danach mit einer Gabel gleichmäßig Löcher rein pieksen.

Für die Streusel alle Zutaten gut verkneten. Die Zwetschgen waschen und vierteln, mit der Innenseite nach oben auf dem Kuchen verteilen. Die Streusel darauf verteilen.

Bei 180°C (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene im Ofen ca. 35 - 45 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind.

Freitag, 1. Oktober 2010

Einweihung der Tarteförmchen


Vor ein paar Wochen gab es bei Tchibo 4 kleine Tarteförmchen -die musste ich natürlich haben. ;-) Und was nutzen sie mir im Schrank? Sie mussten selbstverständlich dringend eingeweiht werden. Da traf es sich wirklich gut, dass ich mir ein neues Kochbuch zugelegt hatte, in dem ein sehr leckeres und passendes Rezept ist - Tomaten-Ziegenkäse-Tartes. (Wen das ganze Kochbuch interessiert, es ist das Vegetarische aus der Brigitte-Reihe von GU.) Was soll ich sagen? Sie waren göttlich! Saftig, käsig und auch recht schnell gemacht. Perfekt!

Zutaten für 6 Tartes:
80g kalte Butter
140g Mehl
1 Prise Salz
1 Prise Zucker
150g Ziegenkäserolle
250g Tomaten
Olivenöl
Salz
Pfeffer
frischer Basilikum

Zubereitung:
Für den Teig Butter in kleine Würfel schneiden, mit Mehl, Salz und Zucker und 3 EL kaltem Wasser mit den Händen schnell zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen. Für den Belag Ziegenkäse zerbröckeln und Tomaten in Scheiben schneiden.

Den Backofen auf 180° vorheizen. Die Tarteförmchen (ca. 10 cm Durchmesser) fetten, den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen, sechs kleine Kreise (ca. 12 cm Durchmesser) ausschneiden und die Förmchen damit auslegen. Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Tomaten und Ziegenkäse auf dem Teig verteilen, Ölivenöl darüberträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten goldbraun backen. Den Basilikum waschen und die Blätter grob zerzupfen und über die Törtchen streuen.

Kleiner Tipp: Ich habe statt des Basilikums über den Tartes, Basilikumöl zum Beträufeln genommen.