Montag, 29. November 2010

Wärmende Suppe


Passend zum Wetter werden nun auch bei mir die Suppenrezepte ausgepackt. Wobei es da nicht viel auszupacken gibt. Ich bin einfach kein großer Fan von Suppen - ich kaue gern. Außerdem finde ich Suppen wenig sättigend. Bei der überbackenen Zwiebelsuppe sind meine Probleme aber einfach gelöst - Brot und Käse sättigen nicht nur, sie lassen sich auch beißen. ;-)

Das Rezept habe ich mal wieder von den Küchengöttern, hier.
In meinem Fall allerdings vegetarisch gekocht, da ich statt Fleischbrühe, Gemüsebrühe verwendet habe.

Noch mehr AUSTRO Pasta


Die Gnocchi waren natürlich nicht das einzige Gericht, was ich aus dem schönen AUSTRO Pasta Kochbuch gekocht habe. Letzte Woche hatte ich Back-Besuch von einer lieben Freundin. Umzingelt von Zucker, Schoki und Nougat, musste natürlich auch etwas herzhaftes gekocht werden. Deshalb gab es Nudeln mit Zucchini und Rosmarin - sehr lecker. Im Rezept sind es eigentlich Spiralnudeln, die in meinem Diner leider aus waren. Aber zu Mädchen passen mini Farfalle ja eigentlich auch viel besser... ;-)

Zutaten:
170-180g Nudeln

Für die Zucchinisauce:
250g kleine Zucchini
1 Paradeiser
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
Rosmarin
2-3 EL Obers, flüssig
1-2 EL Obers, geschlagen
Salz, Pfeffer

Für die gegrillten Zucchini:
1 kleiner Zucchini
Salz, Pfeffer
Öl zum Beträufeln

Zubereitung:
Für die Sauce, Zucchini in große Würfel schneiden, Paradeiser in dünne Spalten schneiden und eventuell das Kerngehäuse entfernen. Schalotten und Knoblauch schälen und klein schneiden und in Olivenöl anschwitzen. Zucchini und Paradeiser zugeben, salzen und pfeffern. Rosmarin hacken und gemeinsam mit dem flüssigen Obers zu den Zucchini geben. Die Zucchini bei kleiner Hitze bissfest dünsten.
Die Nudeln in Salzwasser kochen. Herausheben und mit der Zucchinisauce vermischen. Geschlagenes Obers unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Für die gegrillten Zucchini diesen waschen, trockentupfen und in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Die Zucchinischeiben mit Öl beträufeln und portionsweise in einer beschichteten Grillpfanne von beiden Seiten goldbraun braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Nudeln auf Teller geben, nach Belieben Bergkäse darüberhobeln und mit Rosmarin ausgarnieren. Die gegrillten Zucchinischeiben dazusetzen.

Ich habe allerdings nichts von der Sahne geschlagen. Wie, und vor allem womit, schlägt man 2 EL Sahne?! ;-)

Donnerstag, 18. November 2010

Rezension - Austro Pasta


Wie bei einigen Food-Bloggern, durfte auch bei mir das Kochbuch Austro Pasta einziehen. Dafür möchte ich mich erst einmal herzlich beim Löwenzahn Verlag bedanken! So, und nun zu meiner Meinung über das gute Stück...

Erster Eindruck:
Vornweg: Meine Erwartungen waren schon hoch. 6 amazon-Bewertungen mit je 5 Sternen legen die Latte nicht gerade niedrig... ;-)
Nach dem Auspacken war ich direkt positiv gestimmt: schönes Cover, sonnige Farbe und kurzer, aber informativer Klappentext. Ich mag die kleinen Teller mit den leckeren Gerichten vorne drauf, das macht gleich Lust auf mehr; ebenso der Klappentext. Die Farbe ist mein persönliches Highlight - das Buch wohnt hier nämlich im Wohnzimmer (meine Kochbuchsammlung ist zu groß für die Küche *hust*) und passt perfekt ins Farbkonzept. Aber das ist wohl nur für mich persönlich wirklich interessant... ;-)

Nach dem ersten Durchblättern:
Ich habe mich natürlich gleich hingesetzt und geschmökert. Die 250 Rezepte sind aufgeteilt in kalte AUSTRO Pasta, warme AUSTRO Pasta und süße AUSTRO Pasta. Außerdem gibt es hinten noch Grundrezepte. Zu Beginn gibt es noch Infos über Pasta und das Buch - sehr informativ, aber angenehm kurz gehalten. Hat mir gut gefallen. Es gibt nicht zu allen Rezepten ein Bild, was mich aber nicht gestört hat. Die Bilder die da sind, sind sehr schön gestaltet. Was mich besonders gefreut hat, ist, dass die Gerichte zwar ansprechend angerichtet sind. Aber trotzdem so, dass man das auch selbst so servieren kann und kein Haarspray & Co. dafür braucht... ;-)

Mehr Details:
Wie schon geschrieben, es gibt 250 verschiedene Rezepte. Sie sind (wenn nicht anders angegeben) für "sechs kleine Häppchen-Portionen konzipiert", die aber auch für ein normales 2-Personen Essen passen. Die Zutaten sollen alle problemlos in Österreich erhältlich sein. Das kann ich nicht beurteilen - München ist ja noch nicht ganz in Ö. Aber ich bin mir sicher, dass man z.B. statt Seewinkel-Paradeisern auch andere Tomaten benutzen kann. ;-) Womit ich gleich zum nächsten Thema komme: Österreichisch ist nicht Deutsch. Ich kannte nicht alle Begriffe. Aber mit Hilfe des Internets (es gibt tatsächlich Übersetzer D-Ö) habe ich alle sprachlichen Hindernisse überwunden. Ist aber auch nicht so viel.

Kleine Kritik:
Ich persönlich hätte mir mehr vegetarische Rezepte gewünscht. Bei den kalten Rezepten sind es z.B. von den insgesamt 15 nur 4 ohne Fleisch oder Fisch. Aber wie es schon in der Einleitung steht, man kann ja kreativ sein und variieren. Das muss ich auch bei den Rezepten mit Innereien... ;-)
In dem Zusammenhang ist mir auch aufgefallen, dass für mich die Aufteilung in kalt, warm, süß und Grundrezepte nicht ganz praktisch ist. Im Register könnte man vielleicht noch die vegetarischen Rezepte kennzeichnen. Das wäre ganz toll.

Mein persönlicher Härtetest:
Mag für den ein oder anderen banal erscheinen, für mich aber wirklich ein Indiz ob das Buch gut ist oder nicht. Ich bin nämlich bereits 3x kläglich gescheitert. Mit verschiedenen Rezepten versteht sich. Die Rede ist von Gnocchi. Und den Test hat das Buch mit Bravour bestanden. Meine Lachsgnocchi mit Rucolapesto waren super! Nix ist im Wasser davon geschwommen, war eklig klebrig oder matschig. Mein Freund, der Kenner, fand sie perfekt.


Dass sie nicht so schön sind, ist allerdings meine Schuld. Irgendwie wusste ich beim machen nicht mehr, wie Gnocchi aussehen...
Hier folgt noch das Rezept für die kleinen Klopse. Das Pesto wird ganz normal zubereitet, nur eben mit Ruccola. Dann noch Räucherlachs in Streifen schneiden und unterrühren.

Zutaten für 6 Portionen:
500g mehlige Erdäpfel
50g Butter
1 Ei
75g Erdäpfelmehl
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung:
Erdäpfel in der Schale kochen, schälen und ausdämpfen, damit möglichst wenig Wasser in den Erdäpfeln bleibt.
Die Erdäpfel sofort durch die Erdäpfelpresse passieren und mit weicher Butter, Muskatnuss, Salz, Pfeffer, Ei und Erdäpfelmehl zu einem Gnocchiteig vermengen.
Erdäpfelteig zu einer Rolle formen, etwas flachdrücken, in gleichmäßige Stücke schneiden und mit einer Gabel leicht eindrücken.
Die rohen Gnocchi auf einem bemehlten Blech auflegen und kurz vor dem Anrichten in kochendes Salzwasser einlegen und 2 Minuten ziehen lassen.

Fazit:
Mir gefällt das Buch sehr gut! Eine tolle Mischung aus schnellen und etwas aufwändigeren Gerichten. Außerdem mag ich den Teil mit den Grundrezepten - sehr praktisch. Ich würde sagen, da ist für jeden und jeden Anlass etwas dabei. Vegetarier müssen halt etwas kreativ sein. ;-)

Montag, 15. November 2010

"Resteverwertung"


Eigentlich wollte ich an dieser Stelle mein vegetarisches Gulasch vorstellen. Aber leider wollte die olle Kamera nicht wie ich wollte und die Fotos sind nicht da. Blödes Ding... Auch blöd, dass die neue Kamera des Mitessers schon wieder kaputt ist. Na ja, ich habe gestern bei Papi mal meinen Weihnachtswunsch angebracht. Was das wohl sein mag... ;-)
Stattdessen zeige ich mal meine Resteverwertung. Für mein Dürüm hatte ich einen Kopf Rotkohl gekauft. Und auch wenn der ganz klein war, war das natürlich zu viel für 2. Ein paar Tage hintereinander Rotkohl zu essen, ist auch keine Alternative. Weil er diesen Winter aber sicher noch ein paar Mal auf den Tisch kommt, haben ich mich für einkochen entschieden. So hab ich im Zweifel auch immer ein Glas zur Hand - ohne Zusatzstoffe und Co.
Das Rezept habe ich aus dem Bayerischen Kochbuch, dem dicken, blauen Riesen. ;-)

Zutaten:
1 kg Rotkohl
30-40g Fett (ich habe Butterschmalz verwendet)
1 EL Zucker
1 Zwiebel
2 Äpfel
4 EL Essig
Salz
250ml Flüssigkeit
nach Belieben: 1 Zwiebel mit 3-4 Nelken besteckt, 1-3 Lorbeerblätter, 1 Glas Rotwein, 2 EL Johannisbeergelee oder Preiselbeeren oder Saft

Zubereitung:
Kraut waschen, hobeln und dabei den Strunk auslassen. Zucker in Fett hell bräunen, feingeschnittene Zwiebel und geschälte, feingeschnittene Äpfel zugeben. kurz andünsten und Blaukraut beifügen, kurz durchdünsten, sofort etwas Essig darüber gießen (wegen der Farbe), salzen, mit etwas Flüssigkeit zugedeckt bei mäßiger Hitze weich dünsten. Nach Belieben die gespickte Zwiebel und die Lorbeerblätter dazugeben mitdünsten. Bei Bedarf Flüssigkeit nachgießen. Kurz vor Ende der Garzeit nach Belieben Rotwein, Johannisbeergelee, Preiselbeeren oder Saft zugeben.

Montag, 8. November 2010

Selbstbausatz


Genauer gesagt, es ist ein Selbstbausatz für vegetarisches Dürüm. Auch wenn es sicher nicht das "typische" vegetarische Dürüm ist. Zum einen, weil ich auf die Schnelle leider kein Rezept für die Teigfladen gefunden habe und zum anderen, sind ja meistens Falafel oder Schafskäse als Fleischersatz in den Teigrollen. Vor ein paar Wochen habe ich aber eine tolle andere Variante gegessen. Statt Feta & Co. durfte ich mir 3 Saucen bzw. Pasten aussuchen, die auf den Teigfladen geschmiert wurden. Darauf kamen Salat, Gemüse und die klassische Joghurtsauce. Kalorienarm ist etwas anderes, aber es ist gut... ;-)
Weil meine bessere Hälfte so neidisch auf mein Dürüm war, haben wir es zu Hause nachgebaut. Er durfte sich die Saucen aussuchen und hat sich für Hummus, Peperoni-Frischkäse und Paprika-Feta-Creme (ok, letzteres wollte ich...) entschieden. Und er hat sie auch ganz artig zubereitet. Ich muss ihn hier auch mal loben. :-)

Rezepte:
- Fladen aus der Pfanne: Mal wieder von den Küchengöttern "geklaut", hier.
- Hummus: Von chefkoch, hier. Die Sesampaste haben wir auch selbst gemacht. Sesam einfach anrösten und im Mörser gut zerstoßen.
- Peproni-Frischkäse: 1 Packung Frischkäse mit ca. 3 klein geschnittenen Chilis pürieren. Mit Cayennepfeffer und Pfeffer abschmecken.
- Paprika-Feta-Creme: Eine klein geschnittene Paprika mit einem Päckchen Feta pürieren und mit Pfeffer abschmecken. Falls es zu flüssig ist, noch etwas Frischkäse unterrühren.
- Joghurtsauce: Joghurt, gepresster Knoblauch und geraspelte Gurke mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Und dann gab es noch Salat, Zwiebeln, Tomaten, Rotkohl (mit Öl, Essig, Salz und Pfeffer angemacht) und "scharf" (Blattpaprika).

Freitag, 5. November 2010

Urlaubsmitbringsel


Es war einmal in einer kleinen Gaststätte, in einem kleinen Örtchen irgendwo in Deutschland. Dort servierten sie den besten gebackenen Feta des ganzen Landes. Eine kleine gefräßige Raupe und ihr Rauperich besuchen diese kleine Gaststätte einmal im Jahr, wenn sie in dem kleine Örtchen Urlaub machen. Sie futtern dann so viel Schafskäse, bis ihre Bäuche kugelrund sind und sie nur noch glücklich nach Hause kullern können.

Dieses Jahr haben wir nun endlich das "Rezept" bekommen. Den Feta einfach mit Butterflöckchen und Knoblauchstreifen in eine Auflaufform und goldbraun backen.
Dazu gibt's immer Brot (am besten Nussbrot) und gemischter Salat. Und natürlich ein leckerer Weißwein direkt vom Winzer. Das kleine Örtchen ist nämlich ein Weindorf in der Nähe von Koblenz. ;-)

Mittwoch, 3. November 2010

Ziege auf Salat


Beim Einkaufen hat mich ein Becherlein Bio-Ziegenfrischkäse freundlich angelacht. Und wer mich so lieb anschaut, darf natürlich in meinen Wagen hüpfen. ;-) Weil er mir zum Frühstück aber doch ein klein wenig zu intensiv ist, musste er anders verarbeitet werden.
Ich konnte mich dunkel daran erinnern, mal etwas damit gegessen zu haben - Ziegenfrischkäse im Schinkenmantel. Allerdings wusste ich natürlich nicht mehr, wie genau das zubereitet wurde oder was dazu serviert wurde. Aber ist auch egal, als regelmäßig kochendes Wesen kann ich ja improvisieren. ;-) Deshalb gab's dazu gemischten Salat mit Honig-Senf-Vinaigrette. Hat auch wirklich gut gepasst. (Und weil das aber zu wenig Essen für Freund und mich war, folgte Gurkensuppe mit Lachs...)

Ein richtiges Rezept gibt's auch hier nicht. Ich habe für 2 Personen 100g Ziegenfrischkäse mit rosa Pfeffer gewürzt und immer ca. 1 TL in eine Scheibe geräucherten Schinken gewickelt und dann in Olivenöl angebraten.

Montag, 1. November 2010

Nicht schön...


... aber dafür umso leckerer - Süßkartoffelpuffer mit Sour Cream!
Klassische Kartoffelpuffer, Rösti, Reiberdatschi, ... (bitte gewünschte Bezeichnung einfügen) mag ich nicht besonders. Schon wegen der Kombi mit Apfelmus... *örgs* Doch vor ein paar Jahren habe ich bei einem Restaurantbesuch mal Süßkartoffelpuffer probieren dürfen und fand sie sehr, sehr lecker. Allerdings sind sie bei mir danach wieder in völlige Vergessenheit geraten - bis letzte Woche. In meiner ab und an auftretenden "ich-will-unbedingt-mal-was-völlig-Neues-ausprobieren-Phase", sind mir 3 Süßkartoffel über den Weg gelaufen und wollten so gern mit mir nach Hause gehen. Und weil ich natürlich überhaupt keine Ahnung hatte, was ich daraus zaubern sollte, kamen mit die Puffer in den Sinn. Zugegeben, eigentlich nichts völlig Neues, aber da ich selbst noch nie Süßkartoffeln zubereitet (und noch dazu riesigen Hunger) hatte, wollte ich kein zu großes Risiko eingehen. ;-)

Rezept habe ich keins gefunden, daher habe ich improvisiert bzw. sie einfach wie normale Kartoffelpuffer zubereitet. Für 2 Personen würde ich 2-3 Süßkartoffeln rechnen. Diese und eine mehligkochende Kartoffel dann reiben und mit Ei, etwas Kartoffelmehl und Salz, Pfeffer und Muskat vermengen und in Butterschmalz braten. Dazu gab's bei uns simple Sour Cream.