Mittwoch, 5. Oktober 2011

Kürbisspätzle


Kennt ihr das: Ihr plant euer Essen, schreibt einen entsprechenden Einkaufszettel, kauft alles ein und steht am Sonn- oder Feiertag dann doch in der Küche und merkt, dass ihr etwas vergessen habt oder irgendwas leer ist, von dem ihr überzeugt wart, dass es noch vorrätig ist? So bzw. so ähnlich ging es mir am Montag. Nach einer interessanten Backaktion (wenn ich den Kuchen zeige, werdet ihr wissen, was ich meine), waren leider keine Eier mehr da. Blöd, wenn man die für's Abendessen braucht und der Kühlschrank sonst nichts mehr hergibt. Glücklicherweise wohnen wir nicht allzu weit vom Flughafen entfernt, sodass nach einem kleinen Einkaufsausflug doch noch äußerst leckere Kürbis-Käsespätzle auf den Tisch kamen.

Was macht ihr in so einer Situation? Nudeln mit Tomatensauce? Essen gehen? Oder habt ihr immer ein "Notfallessen" da?

Zutaten für 2 Personen:
300g Kürbis (bei uns Hokkaido)
ca. 200g Mehl
1 Ei
Gemüsebrühe (ca. 200ml)
Salz
Pfeffer
Muskat
ca. 200g würzigen Bergkäse

Zubereitung:
Kürbis in Würfel schneiden und ca. 20 Minuten in der Gemüsebrühe weich dünsten. Die Brühe abgießen (oder die Würfel herausheben und die Brühe mit mehr Wasser aufgießen und die Spätzle später darin kochen) und den Kürbis pürieren. Das Püree mit dem Mehl und dem Ei zu einem dickflüssigen Teig verarbeiten. Mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken. Den Käse grob reiben.

Salzwasser (oder eben die Brühe) in einem Topf zum Kochen bringen, den Teig auf die gewünschte Weise zu Spätzle verarbeiten (ich reibe übrigens) und die Spätzle kochen, bis sie an der Wasseroberfläche schwimmen. Mit einer Schaumkelle abheben und in eine Auflaufform geben, mit Käse bestreuen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Bei ca. 200ºC im Ofen noch überbacken. Dazu gab's bei uns noch selbstgemachte Röstzwiebeln.

Tipp:
Besonders lecker wird's, wenn die Spätzle auf dem Teller noch mit Kürbiskernen und Kürbiskernöl bestreut werden.

Kommentare:

  1. ach, wie lecker! *schwärm*

    den fall, dass GAR nichts mehr da war, hatte ich bisher glücklicherweise noch nie. wir wohnen aber auch in der innenstadt und die geschäfte haben bis 24 uhr auf, im notfall müsste ich eben noch mal raus.

    oder: pizzaservice rufen. :D

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  2. Im Notfall wirklich Nudeln mit Tomaten, aber die Vorratskammer bzw. TK ist immer gut gefüllt, damit wir nicht verhungern müssten.

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  3. also so richtig abgebrannt war ich ja auch noch nie und für ein Ei, oder das Pfund Zucker habe ich ganz liebe Nachbarn;-)
    Deine Kürbisspätzle gefallen mir sehr gut, aber dafür müsste ich erst einmal Kürbis besorgen, den hat die Nachbarin auch nicht auf Lager :)

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  4. In einer solchen Situation klingel ich entweder bei meiner Schwägerin, die praktischerweise auch meine Nachbarin ist oder ich renn zu meinen Schwiegereltern, die wohnen auch nicht weit weg. :-)

    Kürbisspätzle klingt sehr interessant!

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  5. Wichtig ist Du ahst doch schoenes Essen genacht:)

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  6. @ Christina: Danke! :-) Bei uns ist der Pizzaservice übrigens leider echt Bescheiden oder hat einen Mindestbestellwert von 25€...

    @ lunchforone: Hast du dann fertige Gerichte in der TK oder "nur" Zutaten? Bei mir haben die einzelnen vorhanden Zutaten blöderweise nicht zusammengepasst.

    @ GB: Ich muss mich wohl doch mit meinen Nachbarn anfreunden. Auch wenn sie nicht immer Kürbisse vorrätig haben. ;-)

    @ A.D.: Du Glückliche! Wobei die Eltern meines Freundes eigentlich auch recht nah wohnen. Aber da war ich beim letzten Mal schon...

    @ Dzoli: Da hast du Recht! :-)

    @ Heike: Wäre ich so reich, wäre ich wohl einfach Essen gegangen oder hätte die 25€ für den guten Lieferdienst hingelegt. ;-) Ich bin aber bloß zum Edeka am Flughafen gefahren. Der hat auch am Feiertag glücklicherweise bis 20:00 Uhr geöffnet.

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