Montag, 28. Februar 2011

Mac 'n' Möhr


Heute stand mal wieder Backen auf dem Plan. Danach habe ich selten Lust, mich nochmal für ein aufwändiges Abendessen in die Küche zu stellen. Dazu kam heute, dass ich nicht mehr einkaufen gehen wollte. Aber es ist natürlich eh nicht so, als wäre mein Kühlschrank wirklich leer (gewesen). ;-)
Außerdem habe ich für dieses Jahr eine neue Mission: Nix mehr schlecht werden lassen! Es ist selbstverständlich nicht so, als würde ich da nicht schon länger drauf achten. Zum Einen, weil ich es einfach nicht gut finde, Essen wegzuwerfen. Zum Anderen bin ich Studentin, und wieso sollte ich mein Geld in den Müll werfen? Ich habe dafür deutlich bessere Verwendungen... Trotzdem kommt es schon ab und an vor, dass hier etwas schlecht wird. Das soll in Zukunft nach Möglichkeit gar nicht mehr vorkommen.

Und was macht man aus Karotten, passierten Tomaten und offener Sahne? Richtig! Möhrlinese. Schon länger schleiche ich um das Rezept von Franzi herum. Irgendwas kam bisher immer dazwischen - bis heute. Es war auf jeden Fall sehr lecker! Ich habe einzig die Fettuccine durch Macaroni ersetzt, aus Verfügbarkeitsgründen. Auch ein Plus: Es lässt sich wieder gut aufwärmen. Mal sehen, was der Liebste sagt, wenn er gleich nach Hause kommt.

Sonntag, 27. Februar 2011

Italien trifft Griechenland


Das Bild habe ich grade in den Tiefen meines Photobucket Accounts gefunden. Wie mir das bloß entwischen konnte?!
Wahrscheinlich, weil schon der Auflauf auch überhaupt nicht so geworden ist, wie er eigentlich geplant war. Ich wollte damals einen langweiligen Gemüse-Pasta-Auflauf machen, überbacken mit Gouda - eine meiner Standard Resteverwertungen. Also Gemüse geschnibbelt und in die Pfanne geworfen, Nudeln ins Wasser geworfen, Käse aus dem Kühlschrank geholt und gerieben - oder auch nicht. Der gute Käse hatte sich leider schon einen Pelzmantel zugelegt. *örgs* Aber was tun, wenn schon fast alles andere fertig ist!? Nur Nudeln mit Sauce essen? Nee, danach war mir nicht. Da fiel dem Liebsten der Feta im Kühlschrank ein. Käse ist schließlich Käse. Nur fand ich, durfte das Gemüse dann nicht klassisch italienisch daherkommen. So wurde es griechisch, ähnlich wie beim Kritharaki. Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden. Die beiden Länder harmonieren meiner Meinung nach perfekt! ;-)

Zutaten für 2 Personen:
ca. 200g Pasta
1 Zucchini
1 Paprika
1 Karotte
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
(oder anderes Gemüse, das weg muss)
ca. 200-300ml grob passierte Tomaten
etwas Sahne
150g Feta
Paprikapulver
Cayennepfeffer
Thymian
Oregano
1 Prise Zimt
Pfeffer
Salz

Zubereitung:
Nudeln nach Packungsanweisung bissfest kochen. Das Gemüse klein schneiden, den Knoblauch quetschen und den Feta klein würfeln. Öl in einer Pfanne heiß werden lassen, das Gemüse kurz anbraten. Tomatensauce zugeben und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Nach Geschmack mit allem o.g. würzen. Die Sahne und die Nudeln unterrühren. In eine Auflaufform füllen, Fetawürfel drüber streuen und bei ca. 180°C 30 Minuten in den Ofen geben.

Ich weiß, nicht grad die höchste Kochkunst. Aber für eine Resteverwertung doch ziemlich lecker. ;-)

Donnerstag, 24. Februar 2011

Pasta, die 10000...


Pastagerichte gibt es bei mir immer, wenn es schnell gehen muss und/oder ich vor meinem Freund esse und er es sich wieder aufwärmen muss. Das ist bei uns etwa 1x pro Woche der Fall. Ich kann (meistens) einfach nicht bis halb 9 auf's Abendessen warten. ;-) Deshalb gab es am Montag Spaghetti mit Paprika-Hüttenkäsesauce. Dazu hab ich noch kleine Zucchinischnitzel in die Pfanne geworfen. Ich fand die Kombination sehr, sehr lecker.

Inspiriert wurde ich bei der Sauce von einem Rezept der Küchengötter. Auf die Schnelle habe ich es aber leider nicht gefunden. Es ist auf jeden Fall in dem Vegetarian Basics Kochbuch. Die Schnitzel habe ich paniert wie "normale" Schnitzel - dafür braucht es wohl kein Rezept. ;-)

Zutaten für 2 Personen:
1 Paprika
2 Frühlingszwiebeln
ca. 2-3 EL Hüttenkäse
frische, gehackte Petersilie
Pfeffer
Salz
Pasta

Zubereitung:
Pasta nach Packungsanweisung kochen. Paprika und Frühlingszwiebeln kleinschneiden. Öl in einer Pfanne heiß werden lassen, Gemüse anbraten und ca. 5 Minuten garen. Hüttenkäse, Petersilie und Gewürze unterrühren. Mit der Pasta mischen. Fertig! :-)

Montag, 21. Februar 2011

Black or White


Kaum war ich zurück aus Hamburg, war ich auch schon wieder weg. Zusammen mit Freundinnen haben wir eine andere Freundin an ihrem Studienort besucht. Und was gehört zu einem Mädelswochenende untrennbar dazu? Süßkram natürlich! Was sonst?! ;-) Wobei die leckeren Schwarz-Weiß-Muffins zwischen Kuchen (im Café), Pizza und Pancakes (und so einigem anderen) eigentlich nicht nötig gewesen wären. Gegessen wurden sie eigentlich nur im Stau auf der Hinfahrt. Und die liebe Gastgeberin hat noch welche bekommen. Allerdings habe ich dann (wieder zu Hause) festgestellt, dass sie leider etwas zu lang im Ofen waren. Daher waren sie nicht mehr so schön fluffig, wie sie sonst sind. Aber das kommt wohl davon, wenn man müde und kaputt in der Küche steht und bäckt. :-/ Na ja, lecker sind sie trotzdem...

Das Rezept habe ich von den Küchengöttern, hier.

Samstag, 19. Februar 2011

Schnelle Brötchen


Kennt ihr das: Ihr habt wahnsinnig Lust auf irgendwas, deshalb muss es das unbedingt, unbedingt geben?! So ging es mir, als ich die Rote Linsensuppe gekocht habe. Ich wollte unbedingt Seelen dazu. Da alles im Haus war, kein Problem! Nur was hätte ich danach mit all den guten Seelen machen sollen? Für meinen Geschmack kann man die nämlich nicht so lang aufheben, wegen dem Salz oben drauf. Das macht matschige Stellen und das finde ich nicht so lecker. Und nur 2 Seelchen backen? Nee, da ist mir der Aufwand dann doch zu groß für. Also überlegt und siehe da - die Idee! Der Liebste brauchte eh etwas essbares für die Messe. Wieso also nicht aus dem Seelenteig gleich Brötchen backen? Hat wunderbar funktioniert!

Ich habe dafür Kümmel und Salz weggelassen, Körner unter den Teig geknetet und die Brötchen oben drauf mit gequirrltem Ei statt Wasser eingestrichen. Ging ganz fix und werde ich so definitiv nochmal backen.

Donnerstag, 17. Februar 2011

The Versatile Blogger-Award

Was mindert die Trauer darüber, das der schöne Urlaub vorbei ist? Ein Blogger-Award! Bekommen habe ich ihn von der lieben Ina von Essen aus Engelchens Küche. Vielen Dank, Ina! Ich habe mich riesig gefreut! :-)

Die Regeln besagen, dass man nun 7 Dinge über sich preisgeben soll. *puh* Sehr schwierig, so ohne Anhaltspunkte. Ich hoffe, ihr könnt euch mit meinen Infos trotzdem ein Bild über mich machen. Kulinarische Vorlieben & alles was mit Essen zu tun hat, habe ich weggelassen. Ich denke, alles andere ist spannender. ;-)

  1. Ich bin ein Bücherwurm. Seitdem mein Freund und ich vor über 4 Jahren zusammengezogen sind, haben wir bereits 4 neue Regale kaufen müssen. Für neue ist nun kein Platz mehr. Jetzt müssen Bücher in den Keller ausgelagert werden. Weggeben ist für mich keine Option. Kochbücher habe ich übrigens derzeit etwa 80 Stück. Es werden aber stetig mehr...
  2. Ich bin eigentlich total faul und mache alles auf den letzten Drücker.
  3. Allerdings fahre ich für mein Leben gern Fahrrad. Im Sommer bzw. solang es nicht total kalt ist und schneit/regnet fahre ich überall mit dem Rad hin - zur Uni, zur Arbeit, zum Shoppen, etc.
  4. Ohne Musik kann ich nicht leben. Ich liebe Konzerte und laute Musik! Mein Musikgeschmack? Punk, Rock, Indie, ... Ich spiele selbst auch (mehr oder weniger regelmäßig) Klavier.
  5. Ich habe seit fast 2 Jahren einen Motorradführerschein. Wollte ich schon immer machen, schon als kleines Mädchen.
  6. Ich kann trotzdem eine ganz schöne Tussi sein. In meinem Schrank wohnen gefühlte 1.000 Döschen und Tiegelchen - besonders Lidschatten. Und bevor eine meiner Freundinnen das hier in den Kommentaren verrät: Die meisten sind champagnerfarben. Aber da sie von verschiedenen Marken sind, sind sie alle ganz anders - ehrlich!
  7. Ich bin völlig unbegabt was Malen, Basteln und andere Handarbeiten angeht. Handwerkliches dagegen ist ok.
So schwer war es nun doch nicht. Mir würde glatt noch einiges einfallen...

Eigentlich sollte ich auch noch 15 weitere Blogs nominieren, die ich erst kürzlich entdeckt habe. Allerdings haben schon alle "meine", den Award erhalten. Ich werde den Award deshalb erstmal nicht weitergeben, sondern erst, wenn ich wieder neue, tolle Blogs gefunden habe. Es werden ja immer wieder lesenswerte Blogs geöffnet. :-)

Die Regeln und Inas Liste findet ihr hier.

Kulinarische Urlaubseindrücke

Nach ein paar Tagen Urlaub in Hamburg ist die Belegschaft des Diner nun wieder heile zu Hause angekommen. Deshalb habe ich auch auf die vielen lieben Kommentare nicht antworten können, das werde ich aber gleich nachholen. :-) Dank der "Vorblog-Funktion" musste ich hier ja nicht schließen.
Aber auch im Urlaub haben der Mitesser und ich hemmungslos geschlemmt. Dank Tipps von der lieben Steph vom kleinen Kuriositätenladen (danke nochmal!) waren wir sehr lecker essen und auch unser Reiseführer hat einiges hergegeben. Leider war der Urlaub mal wieder viel zu kurz, wir hätten noch viel mehr probieren wollen. Der nächste Abstecher in die Hansestadt ist aber schon in Planung. Mit dem Zug sind es schließlich nur 1,5 Stunden von Berlin (habe ich Di + Mi getestet) - und dort wohnt das süßeste Patenkind/Cousinchen der Welt...

Natürlich möchte ich euch die tollen Restaurants bzw. Cafés nicht vorenthalten. Vielleicht ist der ein oder andere ja auch mal in der schönen Stadt und sucht Inspirationen. Hamburg ist (auch unabhängig vom Essen) auf jeden Fall einen Besuch wert!

Mein persönliches Highlight war das Café Koppel. Hier waren wir gleich 2x frühstücken, weil es so lecker war. (Unbedingt den Vanillequark mit Früchten essen!) Aber auch die Kuchen, Suppen und alles andere sah wirklich gut aus... Wer auf Fleisch verzichten kann (hier ist alles vegetarisch/vegan) und auf Bio-Produkte wert legt, ist hier goldrichtig. Und teuer ist es auch nicht! Mein Frühstück beim ersten Mal:

Göttlich war es auch im Saliba (in den Alsterarkaden). Wer orientalische Küche mag, wird das Essen hier lieben. Ich war vorher noch nie syrisch essen, bin jetzt aber total angefixt. Ich habe mir gleich ein neues Kochbuch gekauft. *hust* Besonders die Falafel waren ein Gedicht. Ich habe schon viele gegessen, aber die waren die allerbesten! Hier mal ein Foto unserer Vorspeise:

Dann waren wir noch Steak essen im Rach & Ritchy. Erwartungsgemäß war es sehr lecker und das Personal überaus freundlich. Es war alles andere als günstig, aber im Urlaub gönnt man sich ja mal was. Ich kann besonders den Brownie mit Passionsfrucht-Sorbet empfehlen. Die Fotos sind leider nichts geworden, das Licht war zu schummrig. Und mit Blitz fotografiere ich in Restaurants nicht. Finde ich unhöflich. ;-)

Und wer Lust auf italienisch hat, nicht so viel Geld ausgeben möchte und etwas zentrales sucht, dem lege ich das Dolce Vino ans Herz. Nichts außergewöhnliches, aber trotzdem lecker. Und wirklich höfliches Personal! Mir hat zumindest noch nie jemand Wasser nachgeschenkt, wenn ich eine große Flasche bestellt hatte...

Wir haben uns natürlich Mittags noch ab und an etwas geholt, z.B. bei Daniel Wischer. Die Möglichkeiten sind in Hamburg wirklich vielfältig und zumeist auch wirklich gut. Wir waren nur einmal unzufrieden -im Arkaden Café. So unfreundlich wurde ich noch nie behandelt und lecker war das Frühstück auch nicht. Mal abgesehen davon, dass es nicht so war wie bestellt. Na ja...

Dienstag, 15. Februar 2011

Nachgekocht: Rote Linsensuppe


Wie man an meinem Blog unschwer erkennen kann, bin ich kein großer Fan von Suppen. Es gibt (bisher) eigentlich nur 4-5 verschiedene Rezepte, die hier im Winter ab und an mal auf den Tisch kommen. Aber als ich beim Restaurant am Ende des Universums die Rote Linsensuppe gesehen habe, hat sie mich irgendwie angelacht. Außerdem hatte ich noch eine volle Packung rote Linsen im Schrank, die auch mal langsam mal verkocht werden wollte. Grund genug also, um sie Suppe nachzukochen. Und nun gibt es hier im Diner 5-6 verschiedene Rezepte, die im Winter auf den Tisch kommen . :-)

Das Rezept findet ihr hier.
Ich habe nur noch eine Chilischote zugegeben und Minze durch Petersilie ersetzt (weil ich die noch da hatte).

Dazu gab es selbstgebackene Seelen. Das Rezept habe ich hier bereits gepostet.

Sonntag, 13. Februar 2011

Getrunken: Hibiskuswasser


Zu einem guten Essen muss auch etwas gutes getrunken werden. Und da in unserem neuen mexikanischen Kochbuch auch leckere Getränke aufgeführt sind, gab es natürlich etwas passendes. Besonders angelacht hat mich das Hibiskuswasser. Ich wurde nicht enttäuscht - es war göttlich! Besonders, wenn man es noch mit etwas Wasser mischt. Schmeckt nach Sommer! :-)

Zutaten für etwa 2 Liter:
60g Hibiskusblüten
300g sehr feiner Zucker
Saft von 3 Limetten
Mineralwasser (nach Wunsch)

Zubereitung:
Hibiskusblüten, Zucker und 2,5 Liter Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Etwa 30 Minuten kräftig sieden lassen, um den Hibiskusblüten möglichst viel Aroma zu entziehen. Den Sud durch ein Sieb gießen.

Den Limettensaft in den Sud gießen. Nach Geschmack eventuell noch etwas Zucker unterrühren und abkühlen lassen. Auf Eis servieren und nach Wunsch mit etwas Mineralwasser verdünnen.

Schmeckt angeblich auch mit Sekt sehr gut.

Quelle: Mexikanisch Kochen ganz einfach - Thomasina Miers (Dorling Kindersley)

Samstag, 12. Februar 2011

Nachtisch: Zweifarbiges Maracuja-Hibiskus-Gelee


Schon mal vorne weg: Ich bin begeistert!!! Ich liebe dieses Dessert!!!
Warum? Zum einen, weil es sich wunderbar vorbereiten lässt bzw. falsch, man es vorbereiten muss. So muss man sich nach dem Hauptgang nicht nochmal in die Küche stellen. Zum anderen, weil es total lecker ist. Fruchtig, frisch und überhaupt nicht stopfend. Am Ende eines ganzen Menüs für mich sehr wichtig. Und noch dazu sieht es einfach toll aus. Man möchte ja schließlich auch etwas Eindruck schinden, nicht wahr?! ;-)
Und wer sich fragt, woher man getrocknete Hibiskusblüten bekommt: In einem gut sortierten Teegeschäft sollten sie welche haben. Tipp für alle Münchner: Ich habe meine vom Teestand am Viktualienmarkt.

Zutaten für 5 Personen:
Für das Maracujagelee:
3 Blatt Gelatine
100g Zucker
200ml Orangensaft, durch ein Sieb gegossen
100ml Maracujasaft, durch ein Sieb gegossen
1 Spritzer Zitronensaft (falls die Mischung zu süß ist)

Für das Hibiskusgelee:
2 Blatt Gelatine
85g Zucker
5g getrocknete Hibiskusblüten
Saft von 1 Limette
1-2 EL Tequila

Zubereitung:
Maracujagelee:
Gelatine in kaltem Wasser einweichen. In einem Topf 100ml Wasser mit dem Zucker aufkochen und köcheln lassen, bis der Zucker sich gelöst hat. Die Gelatine ausdrücken und unter Rühren im heißen Zuckersirup auflösen. Orangen- und Maracujasaft unterrühren. Die Mischung leicht abkühlen lassen. Nach Bedarf den Zitronensaft hinzufügen. Auf fünf Gläser verteilen und etwa 4 Stunden im Kühlschrank gelieren.

Hibiskusgeelee:
Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Zucker bei schwacher Hitze in 400ml Wasser auflösen. Hibiskusblüten zufügen und 20 Minuten köcheln lassen, bis sie Farbe und Aroma ans Wasser abgegeben haben. Durch ein Sieb gießen, den Hibiskussirup auffangen. Wieder in den Topf füllen und bei schwacher Hitze zum köcheln bringen. Gelatine ausdrücken und unter Rühren im heißen Sirup auflösen. Limettensaft und Tequila zugießen. Abkühlen lassen.

Den Hibiskussirup auf das Maracujagelee gießen. Wieder 3-4 Stunden in den Kühlschrank stellen, bis das Gelee fest ist.

Quelle: Mexikanisch Kochen ganz einfach - Thomasina Miers (Dorling Kindersley)

Freitag, 11. Februar 2011

Hauptgang: Steak-Burrito


Eigentlich fand ich Burritos nicht "gut" genug für ein Geburtstagsmenü. Es soll ja schließlich etwas besonderes sein. Aber das Rezept hat meinen Freund und mich so angelacht, da musste es einfach gemacht werden. Und eigentlich wollten wir auch alles selbst machen, aber das mit den Mais-Tortillas hat einfach nicht funktioniert. Und da es schon etwas später war, wir beide hungrig und langsam auch genervt, hab ich zu den Weizenfladen aus dem Vorratsschrank gegriffen. Na ja, war trotzdem lecker... ;-)

Zutaten für 4 Personen:
Für das Steak:
600g Saumfleisch, in dünne Steaks geschnitten
3-4 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
Saft von 1/2 Orange
1 chile de árbol, fein gehackt
Meersalz
Pfeffer

Für die Burritos:
4 Wraps (selbst gemacht oder gekauft, aus Mais oder Weizen)
1 EL Olivenöl
4 Frühlingszwiebeln
etwa 150g warme gekochte schwarze Bohnen
200g warmer Reis (nach Wunsch)
1 Avocado, geschält, entsteint und mit dem Saft von 1 Limette zerdrückt
3-4 EL Crème fraîche
gehacktes Koriandergrün
120g reifer Cheddar oder Edamer (wir haben Manchego genommen)

Für die Salsa:
4 Flaschentomaten
2 Knoblauchzehen mit Schale
1 große Jalapeno-Chilischote
1 EL gehacktes Koriandergrün
1/2 weiße Zwiebel, fein gehackt und kalt abgespült
Saft von 1/2 Limette
1 Prise Meersalz

Zubereitung:
Salsa:
Eine große, schwere Pfanne bei starker Hitze heiß werden lassen. Tomaten, Knoblauch und Chilischote in der Pfanne trocken rösten, bis die Haut dunkle Blasen wirft und die Gemüse weich sind. Knoblauch und Chili nach 5-10 Minuten herausnehmen, die Tomaten brauchen etwas länger. Den Stiel der Chilischote entfernen, die Knoblauchzehen schälen. Beides in einen Mörser geben und zu einer Paste zerstampfen. Die Tomaten zufügen und fein zerdrücken. Koriandergrün, Zwiebel und Limettensaft einrühren. Mit Salz würzen.
Anmerkung von mir: Wer es scharf mag, sollte gleich mehr Chili dazugeben...

Rest:
Olivenöl, Knoblauch, Orangensaft, Chilistückchen, Salz und Pfeffer verrühren. Das Fleisch darin 30 Minuten marinieren.

Die Wraps einzeln in einer heißen Pfanne von jeder Seite etwa 10 Sekunden rösten, bis sie weich und biegsam sind.

Eine Grillpfanne erhitzen, bis sie raucht. Das Olivenöl hineingeben. Inzwischen die Frühlingszwiebeln putzen, die äußeren Blätter abziehen und in 2-3 cm lange Stücke schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen und in die heiße Grillpfanne legen.

Das Fleisch aus der Marinade nehmen, mit Küchenpapier trocken tupfen und ebenfalls in die Grillpfanne legen. Von jeder Seite 1-1 1/2 Minuten scharf anbraten. Herausnehmen und 1 Minute auf einem vorgewärmten Teller ruhen lassen. Die Frühlingszwiebeln weiterbraten, bis sie weich und braun sind. Aus der Pfanne nehmen. Die Fleischmarinade hineingießen und aufkochen lassen, dann über die warmen Bohnen träufeln.

Das Fleisch quer zur Faser in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Wraps mit Fleisch, Bohnen, Reis, Salsa und Frühlingszwiebeln füllen. Etwas Avocadopüree, einen Klecks Crème fraîche, etwas Koriandergrün und den Käse draufgeben. Die Burritos zusammenfalten und sofort servieren oder nach Wunsch in der Pfanne rösten.

Quelle: Mexikanisch Kochen ganz einfach - Thomasina Miers (Dorling Kindersley)

Donnerstag, 10. Februar 2011

Vorspeise: Kichererbsen-Zitrus-Salat


Auf den ersten Blick sehen Kichererbsen wohl nicht so mexikanisch aus. Sind sie eigentlich auch nicht. Das schlaue Kochbuch sagt, die Kichererbsen kamen mit den Arabern nach Mexiko. Wann das war, sagt es allerdings nicht. Was es aber auch noch sagt, ist, dass die mexikanische Küche von vielen beeinflusst wurde - so wie die meisten Küchen der Welt. Deshalb finden sich in dem guten Buch (und in Mexiko) auch viele Zutaten, die man wohl nicht vermutet hätte. Wir hier im Diner sind eh international, uns ist das egal. Es hat gemundet - sehr sogar! Im Sommer wird der Kichererbsen-Zitrus-Salat hier noch das ein oder andere Mal auf den Tisch kommen.

Zutaten für 4 Personen:
Für den Salat:
300g getrocknete Kichererbsen
2 Knoblauchzehen
5 kleine Schalotten, in sehr dünne Ringe geschnitten
1 große Handvoll glatte Petersilie
2 Lorbeerblätter
1 mittelgroße Möhre, gehackt
1 EL Meersalz
1 Bund Radischen, gewaschen und Stielansätze entfernt
2 Selleriestangen

Für das Karibische Chili-Zitrus-Dressing:
1 Knoblauchzehe
Meersalz
schwarzer Pfeffer
1/4 Habanero-Chilischote, Samen entfernt
Saft von 1 großen Orange
Saft von 1/2 Limette
120ml natives Olivenöl extra
1 kräftige Prise Achiote (nach Wunsch)
1 Prise getrockneter Orgenao

Zubereitung:
Dressing:
Den Knoblauch mit einer Prise Salz und der Chilischote im Mörser zerstampfen. Zitrussaft, Olivenöl, nach Wunsch Achiote und Oregano unterrühren. Das Dressing mit Salz und Pfeffer würzen.

Salat:
Die Kichererbsen mindestens 12 Stunden in kaltem Wasser einweichen. Die Knoblauchzehen mit dem Handballen andrücken, bis die Haut platzt. Mit etwas Olivenöl, 1 Esslöffel Schalottenringen, einigen Petersilienstängeln, Lorbeerblättern und Möhrenstücken in einen Topf geben. Bei mittlerer bis starker Hitze 5 Minuten anschwitzen. Die eingeweichten Kichererbsen zufügen. Mit kaltem Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Alles etwa 2 Stunden kochen lassen, bis die Kichererbsen weich sind. Nach 1 Stunde Kochzeit das Salz hinzufügen. (!!! Achtung: Regelmäßig rühren und schauen, ob noch genug Wasser drin ist. Uns ist es etwas angebrannt... !!!)

Inzwischen die restlichen Schalottenringe mit dem Dressing übergießen und 10-15 Minuten ziehen lassen. Radieschen und Sellerie mit einem Gemüsehobel in hauchdünne Scheiben schneiden. Die restliche Petersilie grob hacken.

Die Kichererbsen abgießen und abtropfen lassen. Knoblauch, Lorbeerblätter und Möhre entfernen. Die Kichererbsen noch warm mit Radieschen, Sellerie und Petersilie unter das Dressing heben.

Quelle: Mexikanisch Kochen ganz einfach - Thomasina Miers (Dorling Kindersley)

Mittwoch, 9. Februar 2011

Geburtstagsmenü

Der Liebste bekommt von mir neben Geschenk und Kuchen auch immer ein leckeres Menü zum Geburtstag. Bisher gab es jedes Jahr ein Menü aus einem anderen Land - letztes Jahr z.B. indisch. Da wir gerade ein neues mexikanisches Kochbuch gekauft hatten, war dieses Jahr nun die erste Wiederholung dran. (Was bei Geburtstag Nr. 6 auch irgendwie ok ist.) Selbstverständlich waren es aber völlig andere Gerichte.
Also Achtung, Bilderflut! ;-) Die Rezepte folgen in den nächsten Tagen. Sonst wäre der Post zu unübersichtlich geworden...

Kichererbsen-Zitrus-Salat


Steak-Burrito


Zweifarbiges Maracuja-Hibiskus-Gelee


Hibiskuswasser

Dienstag, 8. Februar 2011

Muffins, die 3.


So, nun zur letzten Sorte, die ich für meinen Freund und seine Kollegen gebacken habe: Apfel-Zimt-Muffins. Wie auch von den anderen beiden Sorten, habe ich nichts abbekommen. Ich dachte nämlich ehrlich gesagt, dass die 7 Leute bei meinem Freund im Büro niemals die rund 30 Muffins (ich hatte von allen Rezepten immer die Hälfte gebacken) schaffen würden. Tja, Pustekuchen. Ich nehme das allerdings einfach mal als Kompliment!
Die zwei "Punkte" auf dem Marzipandeckel sind übrigens kleine Äpfel. ;-)

Wer sich jetzt fragt, wie lang ich für den Kuchen und die ganzen Muffins gebraucht habe - ich weiß es selbst nicht. Es war schon eine ganze Weile. Aber mit lauter Musik (samt mitsingen und -tanzen versteht sich) stört mich das nicht so...

Zutaten für 12-16 Muffins:
250g Mehl
150g Zucker
125g weiche Butter
2 Eier
20g Vanillezucker
2 Äpfel (am besten etwas säuerliche)
1/2 Päckchen Backpulver
1 Tasse Milch

Zubereitung:
Butter, Vanillezucker und Zucker schaumig rühren, Eier unterrühren. Mehl und Backpulver dazugeben und wie die Milch unterrühren. Die Äpfel schälen, klein schnibbeln und unter den Teig heben. Muffinblech vorbereiten (fetten oder mit Papierförmchen auslegen), Teig einfüllen und bei 180°C ca. 20 Minuten backen.

Und hier noch ein Bild ohne Marzipandeckel:

Montag, 7. Februar 2011

Noch mehr Muffins...


Hier kommt also Sorte Nr. 2 - Buttermilch-Blaubeeren-Muffins. Der Herr wollte nämlich nur fruchtiges. Im Winter ist das schon eine Herausforderung. Viel frisches Obst gibt es ja nicht. Zumindest nicht, wenn man keine Erdbeeren aus Peru oder Ähnliches kaufen möchte... In solchen Fällen greife ich lieber auf tiefgekühlte Ware zurück. Gerade bei Beeren mache ich das oft, wenn ich hier nicht selbst auf dem Feld pflücken kann. Da ich noch ein paar Blaubeeren übrig hatte, wurden diese also kurzerhand verbacken. Diese Muffins werde ich sicher auch wieder machen. Dann vielleicht mit Himbeeren, Johannisbeeren oder auch gemischten Waldbeeren. Die Möglichkeiten sind ja grenzenlos! :-)

Zutaten für 12 Muffins:
350g Mehl
200 ml Buttermilch
130g Zucker
20g Vanillezucker
2 Eier
2,5 TL Natron
1 Prise Salz
ca. 250g Beeren
evtl. Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Eier mit Zucker und Vanillezucker verrühren, Buttermilch unterrühren. Trockenzutaten mischen und unter die anderen Zutaten rühren. Das Muffinblech vorbereiten (fetten oder mit Papierförmchen auslegen), den Teig einfüllen und jeweils ein paar Beeren in den Teig geben und etwas eindrücken. Bei 180°C ca. 20 Minuten backen.

Sonntag, 6. Februar 2011

Hmmm, Muffins...


Wie im letzten Post bereits geschrieben, wollte mein Freund seinen Geburtstagskuchen nicht mit seinen Kollegen teilen. Er hatte nämlich Angst, mal wieder wegen seiner Star Wars-Liebe geärgert zu werden. So habe ich noch 3 Sorten fruchtige Muffins gebacken. Die ersten, die ich euch zeigen möchte sind die Pfirsich-Maracuja-Muffins. Selbst probiert habe ich keinen, aber sie kamen wohl sehr gut an. Sie sind sehr fruchtig und saftig. Ich werde sie definitiv nochmal backen!

Zutaten für 12 - 16 Muffins:
2 Pfirsiche
240g Mehl
140 ml Maracujasaft
120g Zucker
100g weiche Butter
100g Joghurt
2 Ei
2-5 TL Natron

Zubereitung:
Trockenzutaten mischen, Pfirsiche klein würfeln (bei frischen vorher noch die Schale abziehen). Butter und Zucker schaumig rühren, Eier unterrühren. Joghurt und Saft zugeben. Trockenzutaten unterrühren, Pfirsiche unterheben.

Muffinblech fetten oder mit Papierförmchen auslegen, den Teig einfüllen und bei 180°C ca. 20 Minuten backen. Ich habe die Muffins dann noch mit Zuckerguss (aus Maracujasaft und Puderzucker) bestrichen.

Luke, it's your birthday!


Es war mal wieder so weit - mein Liebster hatte am Freitag Geburtstag! Und wie jedes Jahr wollte ich ihm natürlich einen leckeren Kuchen zaubern. Dieses Jahr musste er allerdings in seiner neuen Darth Vader-Backform gebacken werden, die er in seinem Adventskalender "gefunden" hatte. Und außerdem sollte er mit dunkler Schokolade überzogen werden, weil es sollte ja schon echt aussehen. ;-) Soweit zu den Vorgaben... Beim ersten Testlauf mit der Form mussten wir allerdings feststellen, dass sehr feuchte Kuchen (in unserem Fall Brownies) nicht besonders gut aus der Form kommen bzw. die Details dann nicht so gut rauskommen. Deshalb gab es zum Geburtstag "nur" einen saftigen Nusskuchen mit Mandelstücken. Hat meinem Freund aber nichts ausgemacht. Er isst nämlich sehr gerne Nusskuchen - außerdem ist die Form ja sowieso die Hauptsache gewesen. ;-)
Zudem gab's dazu noch eine Tonne fruchtige Muffins. Den Kuchen mit seinen Arbeitskollegen teilen, wollte er nämlich nicht. Deshalb kommen hier in den nächsten Tagen noch mehr süße Sünden...

Zutaten für eine Springform (28cm):
250g weiche Butter
200g Zucker
250g Mehl
250g Haselnüsse
150g gehackte Mandeln
4 Eier
125 ml Milch
20g Vanillezucker
1 Pkt. Backpulver
1 EL Rum


Zubereitung:
Butter mit Zucker, Vanillezucker und dem Rum schaumig rühren. Die Eier nach und nach dazugeben. Die Trockenzutaten mischen und ebenfalls nach und nach unterrühren, ebenso die Milch. Die Springform fetten, mit Semmelbröseln ausstreuen und den Teig einfüllen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 60 Minuten backen.

Für die Vader-Form habe ich das Rezept auf die Menge mit 3 Eiern runtergerechnet. War noch ein klein bißchen zu viel. Aus dem Rest habe ich noch 4 Muffins gemacht.
Das glasieren muss ich allerdings noch üben. Einfach Schoki drüber kippen ist bei der Form nämlich nicht. Sonst sieht man die Details auch wieder nicht. Grr...

So sah der Kuchen noch unglasiert aus:

Donnerstag, 3. Februar 2011

Inspiriert vom Weihnachtsmarkt...


Eigentlich wurde ich nicht auf dem Weihnachtsmarkt inspiriert, sondern beim Tollwood Sommer- bzw. Winterfestival. Hier habe ich es nämlich schon desöfteren gegessen. Allerdings kennen es Nicht-Münchner wohl eher vom Weihnachtsmarkt. Die Rede ist von Rahmbrot. Da leider nicht immer Weihnachtsmarkt oder Tollwood ist, wenn ich Lust drauf habe, musste ich es irgendwann selbst nachbauen. ;-) Und ich finde, es ist sehr gut gelungen. Außerdem ist der Belag so variabel. Man bekommt es meist nur mit Speck und Zwiebeln. Dabei schmeckt es mit Gemüse mindestens genauso gut!

Zutaten für 4-6 Brote:
300g Mehl (bei uns 200g Vollkorn, 100g OO)
1/2 Würfel Hefe
2 EL Olivenöl
1/2 TL Salz
1 Prise Zucker
150 ml lauwarmes Wasser
1 Becher saure Sahne
1 Becher Schmand
Salz
Pfeffer
Belag nach Wahl

Zubereitung:
Die Hefe zerbröseln und mit dem Zucker ca. 10 Minuten im lauwarmen Wasser gehen lassen. In einer Schüssel das Mehl mit Salz vermischen, die Wasser-Hefe-Mischung und Salz zugeben und zu einem glatten Teig kneten. Er sollte nicht mehr kleben. Mindestens 30 Minuten gehen lassen.

Den Teig in 4-6 Stücke teilen und ca. 0,5 - 1 cm dick ausrollen. Den Backofen auf 250°C vorheizen. Die Teigfladen 5 Minuten vorbacken. In der Zwischenzeit den Belag vorbereiten und Sahne und Schmand mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Sahne-Schmand-Mischung und den Belag drauf verteilen und nochmals ca. 10 Minuten fertig backen.

Bei der Sahne-Schmand-Creme nicht sparen. Wenn die zu dünn aufgetragen wird, "verschwindet" sie beim backen.