Freitag, 28. Oktober 2011

Sommer im Herbst


Manchmal im Leben möchte man die Zeit zurückdrehen. Ich möchte allerdings grad ganz, ganz dringend in die Zukunft, Dienstag Abend wäre nett. Der Liebste und ich hatten nämlich die grandiose Idee, unsere Wohnung zu streichen - und zwar komplett. Juhu. Das gesamte Interieur bleibt selbstverständlich drin. (Wohin auch damit?) Doppelt Juhu. Aber wer es schön haben will, muss leiden, oder wie war das? ;-) Morgen ist dann auch meine kleine Küche dran. Bevor sie allerdings verhüllt wird, werde ich noch eine Runde backen. Dazu aber mehr am Montag. Heute zeige ich euch erst einmal die leckeren Sommer Wraps, die es vor ein paar Tagen gab. Ich habe mich dafür von einem Rezept aus meinem liebsten Kochbuch, Mexikanisch kochen ganz einfach von Thomasia Miers, inspirieren lassen. Da ich jedoch noch ein paar Reste hatte, die verbraucht werden mussten, habe ich die Wraps ein wenig abgewandelt. War trotzdem sehr lecker!

Ich entschuldige mich übrigens für eventuelle Fehler. Ich bin eigentlich schon viel zu müde, um zu posten... ;-)

Zutaten für 2 Personen:
1 Dose Mais
1 Zucchini
ca. 200g Kirschtomaten
3-4 Frühlingszwiebeln
1/2 Bund frischer Koriander
Kreuzkümmel
Pimentòn de la Vera
Cayennepfeffer
Pfeffer
Salz
4 Mais-Tortillas
etwas saure Sahne
(Avocado nach Wunsch)

Zubereitung:
Den Mais abgießen. Die Zucchini und Kirschtomaten fein würfeln, die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und den Koriandern hacken. Öl in einer Pfanne heiß werden lassen, Zucchini kurz anbraten. Mais und Frühlingszwiebeln zugeben, mit allem außer Salz, Pfeffer und Koriander würzen und ca. 5 Minuten andünsten. Kirschtomaten zugeben, nochmals 2-3 Minuten dünsten lassen. Mit Pfeffer, Salz und Koriander abschmecken. Auf den Tortillas und mit der sauren Sahne servieren.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Kindheitsessen mal anders


Als Kind habe ich viel Zeit bei meinen Großeltern verbracht. Ich habe sicher schon einmal erzählt, dass meine eine Oma wunderbar kochen (und backen!!!) kann - meine andere Oma hingegen eher nicht. ;-) Ihr Repertoire bestand (soweit ich mich erinnern kann) auch nur aus 3-4 Gerichten. Eines davon war Fisch mit Kartoffeln und Senfsauce. Früher mochte ich das wirklich gern, heute bin ich jedoch kein Fan mehr von dicken Saucen auf Basis von Mehlschwitze. Senf zu Fisch finde ich aber weiterhin sehr lecker, weshalb ich nach einer Variante gesucht habe, beides zu kombinieren. Da ich kein passendes Rezept gefunden habe, habe ich kurzerhand improvisiert und Kräuterlachs aus dem Ofen auf Senfpüree gezaubert. In dieser Form darf mein Kindheitsessen nun wieder öfter auf den Tisch! Und das Püree sowieso noch viel häufiger. Das war so lecker, dass ich es auch solo essen würde/werde... ;-)

Zutaten für 2 Personen:
ca. 250g Lachsfilet mit Haut
jeweils einige Zweige frischer Rosmarin, Thymian, Oregano und Majoran
1-2 Knoblauchzehen
400g Kartoffeln
ca. 2-3 EL Senf (ggf. mehr nach Geschmack)
etwas Milch
etwas Butter
Olivenöl
Pfeffer
Salz
Muskat

Zubereitung:
Den Fisch waschen, gut trocken tupfen und von beiden Seiten salzen und pfeffern. Den Knoblauch schälen und in feine Streifen schneiden. Den Lachs in eine Auflaufform geben, die Kräuter und den Knoblauch darüber legen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Bei 180ºC ca. 25 Minuten im Ofen garen. Am Ende der Garzeit den Fisch von der Haut lösen.

Die Kartoffeln schälen, weich kochen und abgießen. Butter und Milch zugeben und stampfen. Mit Pfeffer, Salz, Muskat und dem Senf abschmecken. Zusammen mit dem Fisch servieren.

Montag, 24. Oktober 2011

100x Schokolade...

Wahnsinn! Seit dem Wochenende darf ich hier meinen 100. Leser über Google Friend Connect begrüßen. :-) Um das zu feiern, gibt es erst einmal (das Rezept für) gebackene Schokoladenpuddings. Aber ich überlege mir gerade noch eine kleine Aktion, um gebührend danke zu sagen. Dafür müsst ihr mir aber noch ein paar Tage Zeit geben, ich wurde von der 100 irgendwie völlig überrascht. Glücklicherweise bin ich bei meiner Shopping-Tour am Freitag in einen tollen Shop mit noch tollerem Küchenzeugs gestolpert... ;-)
Worüber ich mich am Wochenende noch gefreut habe: Endlich habe ich rausgefunden, wie ich auch mit bescheidenen Lichtverhältnissen gute Bilder hinbekomme. Mir gefällt das Foto des Puddings zumindest schon wieder viel besser als die letzten.

Zutaten für 4 kleine Souffleförmchen:
90g zerkleinerte Zartbitterschokolade
90g Butter
2 Eier
50g Zucker
25g gemahlene Mandeln
1,5 EL Mehl
1,5 EL Zucker für den Eischnee
1 Prise Salz

Zubereitung:
Schokolade und Butter in einem Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Beiseite stellen. Eier trennen, Eigelb und Zucker schaumig schlagen. Mandeln und Mehl unterrühren, anschließen die Schokoladenmasse zugeben und ebenfalls unterrühren. Eiweiß in einer separaten Schüssel halbsteif schlagen, den Zucker nach und nach zugeben, weiter schlagen, bis ein glänzender, fester Eischnee entstanden ist. Diesen unter die Schokoladenmasse heben.
Die Souffleeförmchen fetten, den Teig hineinfüllen und in ein tiefes Backblech stellen. Das Blech bis zur halben Höhe der Förmchen mit heißem Wasser füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180ºC ca. 25 Minuten backen. Die Puddings sollten am Rand gar, in der Mitte aber noch weich sein.

Tipp:
Wer (wie ich) kein tiefes Backblech besitzt, kann auch einfach eine große Auflaufform benutzten.

Quelle: Donna Hay - modern classics süß

Freitag, 21. Oktober 2011

Sonnengelbe Suppe


Endlich ist die erste Semesterwoche überstanden! (Die war auch der Grund, warum es hier diese Woche so still war.) So einen Kampf um die Seminare habe ich selten erlebt. Und ich dachte, ich würde von dem doppelten Jahrgang nichts mitbekommen... Na ja, dafür habe ich heute einen echt tollen Tag gehabt. Ich durfte nämlich hinter die Kulissen des Deutschen Museums in München!!! Meine liebe Freundin J. arbeitet dort und ich durfte mir ihren Arbeitsplatz anschauen. Zum ersten Mal überhaupt konnte ich durch eine "Nur für Mitarbeiter"-Tür gehen! :-) (Ja, ich bin wirklich leicht zu begeistern.) Dann ging es noch eine Runde shoppen. Auch wenn ich nicht wirklich erfolgreich war, war es dennoch ein echt lustiger Tag bei strahlendem Sonnenschein. Genauso sonnengelb wie die ausgesprochen leckere Maissuppe oben auf dem Bild. Leider ist sie überhaupt nicht fotogen - jegliche Deko ist einfach untergegangen. Trotzdem möchte ich euch das Rezept natürlich nicht vorenthalten.

Zutaten für 2 Personen:
1 Dose Mais (abgetropft)
1 kleine Gemüsezwiebel
1 kleine rote Paprika, entkernt
1-2 kleine Karotte(n), geschält
350 ml Gemüsebrühe
150 ml Milch
ca. 1/2 EL Currypulver
Pfeffer
Salz
nach Belieben: Sahne (bei mir nur 1 Schuss, nach Rezept 100ml)

Zubereitung:
Gemüsezwiebel, Paprika und Karotte(n) fein würfeln. Butter in einem Topf schmelzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Paprika, Karotte(n) und Mais zugeben und kurz mitdünsten. Mit Brühe und Milch aufgießen, kurz aufkochen, mit Curry würzen und anschließend bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Sahne nach Belieben verfeinern.

Quelle: chefkoch.de

Montag, 17. Oktober 2011

Risotto ohne Reis?!


Endlich finde ich mal wieder ein bißchen Zeit zu Bloggen. Dank Vorbereitungen für die Uni, Jobsuche und einem (sehr lustigen!) Mädelswochenende in Regensburg kam das in den letzten Tagen bei mir leider etwas zu kurz. Aber ich hoffe, in den nächsten Tagen wird es wieder besser... Los geht's jetzt auf jeden Fall mit diesem göttlichen Kartoffel-Pfifferling-Risotto. Mit herkömmlichem Risotto stehe ich ebenso auf Kriegsfuss wie mit Milchreis - einfach nicht meine Konsistenz. ;-) Das Kartoffel-Risotto hingegen war genau mein Ding. Im Gegensatz zu "normalem" Risotto ist es nicht so, äh, "cremig". Geschmacklich kann es mit dem Original aber ohne weiteres mithalten. Ich überlege schon, mit was ich es nach der Pilzzeit zubereiten kann. Hat jemand eine Idee?

Zutaten für 2 Personen:
ca. 200g Pfifferlinge
ca. 600g festkochende Kartoffeln
1 Bund Frühlingszwiebeln
50g geräucherte Speckwürfel
200ml Weißwein
200ml Gemüsebrühe
50g frisch geriebener Parmesan
Pfeffer
Salz
1 Bund Rucola

Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Pfifferlinge putzen und große Pilze ggf. halbieren. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Speck knusprig anbraten, Kartoffeln zugeben und ebenfalls kurz anbraten. Mit Weißwein angießen und unter gelegentlichem Rühren ca. 10 Minuten einköcheln. Frühlingszwiebeln unterrühren. Gemüsebrühe zugeben und nochmals etwa 10 Minuten köcheln lassen. Die Pfifferlinge und die Hälfte des Parmesans unterrühren und ca. 3-4 Minuten garen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Den Rucola waschen und das Risotto darauf anrichten.

Quelle: lecker.de

Freitag, 14. Oktober 2011

Süßer Reis


Heute muss ich euch leider von einem missglückten Annäherungsversuch berichten. Der Vanillemilchreis mit karamellisierter Mango (bzw. für mich gab's Vanillemilchreis mit Schokosauce) konnte mich nicht überzeugen. Allerdings ist mein Problem bei Milchreis weniger der Geschmack, als die Konsistenz. Die ist einfach nicht mein Fall - auch nicht mit viel Schokosauce... Mein Freund fand den Milchreis aber super und ist sehr traurig, dass ich ihn nicht mochte. Allein mag er ihn nämlich nicht, ich könnte ja neben ihm auf dem Sofa verhungern. ;-) Mögt ihr Milchreis? Wenn ja, mit was für einem Topping am liebsten?

Zutaten für 2 Schüsselchen:
ca. 125g Milchreis
ca. 1/4l Milch (evtl. etwas mehr)
1/2 TL gemahlene Vanille
ca. 50g Honig
1 reife Mango
1-2 Kardamomkapseln
1 TL brauner Zucker
1 Prise Salz

Zubereitung:
Den Reis unter fließendem Wasser waschen. Milch mit dem Salz aufkochen, Reis zugeben, die Temperatur verringern und den Reis auf niedriger Stufe ca. 20-30 Minuten umrühren. Gelegentlich umrühren. Etwa 5 Minuten vor Ende der Garzeit die Vanille zugeben. Zum Schluss den Honig (abzügl. 2 EL) unterrühren.

Die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Kern lösen und in mundgerechte Würfel schneiden. Zucker mit ca. 1-2 EL Wasser in einer Pfanne schmelzen, die Mango, den Kardamom und etwa 2 EL des Honigs zugeben und karamellisieren lassen. Den Kardamom vor dem Servieren wieder entfernen.

Den Milchreis in zwei Schüsseln füllen und mit der karamellisierten Mango servieren.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Soulfood


Pasta ist für mich (wie wohl für viele andere auch) das Soulfood Nr. 1. Verwundert habe ich vor ein paar Tagen festgestellt, dass ich eines meiner liebsten und ältesten Rezepte bisher nicht gebloggt habe. Auch wenn es sich um kein außergewöhnliches Gericht handelt, so möchte ich euch die Spaghetti mit Lachs-Sahne-Sauce trotzdem nicht vorenthalten. Schon allein, weil diese Pasta meinen Vater und mich ein paar Monate lang ernährt hat - naja, zumindest fast... Als ich 12 war, haben wir einige Monate allein in London gelebt und da mein Repertoire damals noch ziemlich eingeschränkt war, gab es die eben Nudeln öfter. Neben Wokgerichten mit Fertigsauce, Pizza Express oder Take-away von Chinesen um die Ecke. Warum mein Vater nicht gekocht hat? Wir wollten es hinterher schließlich auch essen... (Sorry, Papa!) ;-)

Zutaten für 2 Personen:
100g Räucherlachs
1 Becher Sahne
1 Schalotte
Salz
Pfeffer
ca. 200g Spaghetti

Zubereitung:
Pasta nach Packungsanweisung zubereiten. Die Schalotte fein hacken, den Lachs würfeln. Öl in einem Topf erhitzen, Schalotte glasig dünsten. Die Sahne zugießen und erwärmen. Den Lachs zugeben, nochmals 5 Minuten köcheln lassen. Salzen, Pfeffern und mit den Spaghetti mischen.

Montag, 10. Oktober 2011

Ich glaube, ich bin süchtig...


Ich hätte es wirklich kaum für möglich gehalten, aber ich bin ein riesengroßer Kürbis-Fan geworden. Und das, obwohl ich bis vor 2 Wochen noch einen großen Bogen um die Gewächse gemacht habe. Was so eine Suppe alles auslösen kann... Als dann von den Spätzle noch Kürbis übrig war, habe ich mich natürlich nicht lange bitten lassen und den Rest zu Kürbis-Cannelloni verarbeitet. Da außerdem Käse im Kühlschrank lauerte, der verarbeitet werden wollte, durfte der auch noch mit in die (selbstgemachten) Nudelröllchen. Eine wirklich tolle Resteverwertung! Die wird es ganz sicher wieder geben - vielleicht ist es dann auch eine "neue-Zutaten-Verwertung". ;-) Wenn man die Nudeln nicht selbst macht, sind die Cannelloni noch dazu ganz fix gemacht!

Zutaten für 2 Personen:
ca. 500g Kürbis (hier Hokkaido)
ca. 200g Ricotta (bzw. hier korsischer Brocciu)
1/4 l Gemüsebrühe
Koriander
Kreuzkümmel
Kurkuma
Cayennepfeffer
Muskat
Pfeffer
Salz
1 Prise Zimt
ca. 400ml Tomatensauce (passierte Tomaten, Zwiebel, Knoblauch, Kräuter)
frisch geriebener Parmesan (bei mir waren es nur etwa 100g)
ca. 10 frische oder fertige Cannelloni

Zubereitung:
Kürbis in Würfel schneiden und ca. 20 Minuten in der Gemüsebrühe weich kochen. Die Brühe abgießen und den Kürbis fein pürieren. Den Käse unterrühren und mit sämtlichen Gewürzen würzen. Die Masse in die Nudeln bringen, in eine Auflaufform geben. Die Tomatensauce darüber geben und mit dem Parmesan bestreuen. Bei 200ºC ca. 25-30 Minuten im Ofen überbacken.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Eine neue Liebe...

Nein, es handelt sich nicht um einen neuen Mann in meinem Leben. Mein Freund ist nach wie vor der gleiche. ;-) Aber ich habe eine knapp 20-jährige Feindschaft begraben und nun eine neue "Suppen-Freundin". Seit dem Kindergarten hatte ich Tomatensuppe nicht mehr angerührt. Schon bei dem Gedanken daran wurde mir übel... Zumindest bis die liebe Ina vor ein paar Wochen angefangen hat, ihre Rezepte auszupacken. Bei ihr sah das ganze gar nicht so schlimm aus, es las sich eigentlich sogar ganz lecker. Und da sie so oft ein neues Rezept gepostet hat, konnte ich die ganze Sache auch so schnell nicht wieder verdrängen. ;-) Deshalb habe ich Inas gerösteter Tomaten-Rosmarin-Suppe (allerdings in der rustikaleren Version) eine Chance gegeben. Zur Not hätte meine alte Liebe (= mein Freund) sie allein essen können. Aber so weit kam es nicht - ich habe mein Schüsselchen mit dem (gekauften) Walnussbrot sogar noch so sauber "geputzt", dass ich sie ohne abzuspülen wieder in Schrank hätte stellen können...

Zutaten für 2 Schüsselchen:
1 kg reife Tomaten
2-3 EL Olivenöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehen
1-2 Zweige Rosmarin
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
Tomaten waschen, halbieren und mitsamt dem Grün in eine Auflaufform geben. Zwiebel und Knoblauch grob zerkleinern und zugeben. Rosmarin ebenfalls waschen und die Zweige im Ganzen zu den Tomaten geben. Alles salzen, pfeffern und mit Olivenöl beträufeln. Bei 200ºC ca. 25-30 Minuten im Ofen backen.

Die Tomaten anschließend sofort häuten. Mit dem Knoblauch und der Zwiebel in einer vorgewärmten Schüssel fein pürieren. Ggf. nochmals mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Freitag, 7. Oktober 2011

Hooray for B...


Da ist er nun, der interessante Kuchen. Ok, das Bild oben ist noch nicht so interessant - das war der Kuchen nämlich vor einer kleinen Fondant-Behandlung. So ist es eine einfache Himbeer-Charlotte bzw. es sind zwei einfache Himbeer-Charlotten gewesen. Aber die Anforderungen an den Kuchen für eine Kollegin von meinem Freund waren nicht ganz so einfach: Der Kuchen sollte unbedingt Brüste haben. Ja, ihr habt richtig gelesen. Fragt mich bitte nicht, wieso. Ich habe keinen blassen Schimmer. Mit ihrer Arbeit hat es nichts zu tun. Vielleicht finde ich es noch raus, dann werde ich meine Erkenntnisse mit euch teilen. ;-) Ich fand die Idee aber witzig und deshalb sofort dabei. Nur Golfbälle auf einen Kuchen legen, wollte mein Freund aber nicht. Deshalb habe ich ihm die Variante mit den überzogenen Charlotten vorgeschlagen. Das Ergebnis hat für so einige Lacher gesorgt, erst bei uns zu Hause und dann im Büro. Durch die Gelatine in der Füllung wackeln die Kuchen ähnlich wie ein Paar Originale...
Ach ja, lecker war der Kuchen übrigens auch. ;-)

Zutaten für 1 Kuchen:
Für die Biskuitrolle:
4 Eier
50g Zucker
20g Vanillezucker
60g Mehl
1 Prise Salz
ca. 1/2 Glas Himbeermarmelade

Für die Füllung:
500g Joghurt
250g Quark (20% Fett)
ca. 30g Vanillezucker
80g Zucker
350g Himbeeren (TK ist problemlos möglich)
etwas abgeriebene Zitronenschale
2 Päckchen gemahlene Gelatine

Zubereitung:
Eier trennen. Eiweiß mit Salz steif schlagen. Eigelb mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Mehl unterrühren und dann den Eischnee unterheben. Teig auf ein Backblech (gern auch mit Backpapier ausgelegt) streichen und ca. 10 Minuten bei 200ºC goldbraun backen. Ein gezuckertes Küchentuch auf ein feuchtes Küchentuch legen und den Biskuit darauf stürzen (und ggf. das Backpapier abziehen). Kurz abkühlen lassen. Dann den Biskuit mit der Himbeermarmelade bestreichen und mit dem gezuckerten Tuch aufrollen.

Joghurt und Quark mischen, Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale unterrühren. Himbeeren pürieren (wer mag kann die Himbeeren noch durch ein Sieb passieren um die Kerne zu entfernen) und ebenfalls unterrühren. Gelatine nach Packungsanweisung quellen lassen, erwärmen und mit der Creme mischen.

Biskuitrolle in dünne Streifen schneiden. Eine Schüssel (etwa 2 Liter Inhalt) mit Frischhaltefolie und dann mit den Biskuitrollen-Stücken auslegen. Dabei aber einen Teil für den Boden zurückhalten. Dann die Creme einfüllen und mit den restlichen Stücken belegen. Über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen. Dann aus der Form stürzen und ggf. verzieren.

Tipp:
Man kann die Himbeeren auch durch jedes andere Obst ersetzen. Für meinen Freund gab es beispielsweise bereits eine Blutorangen-Charlotte.


Wer das Endergebnis noch sehen möchte, klickt bitte einfach weiter. ;-)

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Kürbisspätzle


Kennt ihr das: Ihr plant euer Essen, schreibt einen entsprechenden Einkaufszettel, kauft alles ein und steht am Sonn- oder Feiertag dann doch in der Küche und merkt, dass ihr etwas vergessen habt oder irgendwas leer ist, von dem ihr überzeugt wart, dass es noch vorrätig ist? So bzw. so ähnlich ging es mir am Montag. Nach einer interessanten Backaktion (wenn ich den Kuchen zeige, werdet ihr wissen, was ich meine), waren leider keine Eier mehr da. Blöd, wenn man die für's Abendessen braucht und der Kühlschrank sonst nichts mehr hergibt. Glücklicherweise wohnen wir nicht allzu weit vom Flughafen entfernt, sodass nach einem kleinen Einkaufsausflug doch noch äußerst leckere Kürbis-Käsespätzle auf den Tisch kamen.

Was macht ihr in so einer Situation? Nudeln mit Tomatensauce? Essen gehen? Oder habt ihr immer ein "Notfallessen" da?

Zutaten für 2 Personen:
300g Kürbis (bei uns Hokkaido)
ca. 200g Mehl
1 Ei
Gemüsebrühe (ca. 200ml)
Salz
Pfeffer
Muskat
ca. 200g würzigen Bergkäse

Zubereitung:
Kürbis in Würfel schneiden und ca. 20 Minuten in der Gemüsebrühe weich dünsten. Die Brühe abgießen (oder die Würfel herausheben und die Brühe mit mehr Wasser aufgießen und die Spätzle später darin kochen) und den Kürbis pürieren. Das Püree mit dem Mehl und dem Ei zu einem dickflüssigen Teig verarbeiten. Mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken. Den Käse grob reiben.

Salzwasser (oder eben die Brühe) in einem Topf zum Kochen bringen, den Teig auf die gewünschte Weise zu Spätzle verarbeiten (ich reibe übrigens) und die Spätzle kochen, bis sie an der Wasseroberfläche schwimmen. Mit einer Schaumkelle abheben und in eine Auflaufform geben, mit Käse bestreuen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Bei ca. 200ºC im Ofen noch überbacken. Dazu gab's bei uns noch selbstgemachte Röstzwiebeln.

Tipp:
Besonders lecker wird's, wenn die Spätzle auf dem Teller noch mit Kürbiskernen und Kürbiskernöl bestreut werden.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Fruchtiges Feiertagsfrühstück

Wir haben hier in der Nähe einen wirklich guten Bäcker, der auch viele verschiedene Vollkornbrötchen anbietet. Einziges Manko: Er schließt bereits um 11 Uhr. Normalerweise kein Problem, aber ab und an ist das doch mal zu früh. ;-) Verhungern müssen wir aber natürlich nie - entweder wird die andere Bäckerei im Ort besucht, oder es wird fix etwas zusammengerührt.

Blöderweise fehlte mir gestern die saure Sahne, die ich für "mein" Pancakes-Rezept brauche. Deshalb habe ich für meine Apple Pancakes ausnahmsweise dieses Rezept von den Küchengöttern mit Milch gemacht - und kann es nicht weiterempfehlen. Die Pancakes waren leider überhaupt nicht fluffig und sind in der Pfanne total zerlaufen. (Auch die, bei denen wir keinen Apfel dazugegeben haben.) Geschmacklich waren sie aber ganz gut, und die Säure vom Apfel hat toll gepasst. Dafür habe ich einen Apfel entkernt, in Scheiben geschnitten, in die Pfanne gegeben, Teig darüber gegeben und dann weiter verfahren wie mit normalen Pancakes. Wer mag, kann noch etwas Puderzucker auf die Apfelseite streuen und karamellisieren lassen. Dann sind sie noch besser... ;-)

Sonntag, 2. Oktober 2011

Ran an den Herbst!

Um genauer zu sein: Ran an die Herbstküche! Bisher habe ich mich dabei immer etwas zurückgehalten. Kürbis kam hier beispielsweise nie auf den Tisch. Ich mochte ihn einfach nicht. Aber ich hab mal wieder ein persönliches "Mini-Kochprojekt" gestartet: Alles, wogegen ich jahrelang eine Abneigung, wird wieder probiert! Der eigene Geschmack ändert sich ja schließlich im Laufe des Lebens. Und wie rausfinden, wenn man es nicht austestet?!
Kürbis stand allerdings zuerst nicht auf der Liste, der Lebensmittel/Gerichte, die probiert werden sollten. Wieso? Ganz einfach: Ich habe letztes Jahr bei der Taufe meines Patenkinds Kürbissuppe gegessen und fand sie nicht so besonders lecker. Da sie von meiner Tante bzw. von ihrem Mann gekocht worden war, und mir bei den beiden eigentlich immer alles schmeckt (wenn ich es denn mag), dachte ich, Kürbis wäre wohl immer noch nicht meins. Dann habe ich allerdings vor ein paar Wochen bei Gourmande das Rezept für die Indianische Kürbissuppe gesehen. Irgendwie hat es mich, trotz des Kürbis, angelacht. Mein Freund war in weniger als 2 Sekunden für das Rezept zu begeistern - der isst Kürbisgewächse eh mit Begeisterung. Und ich?! Tja, bei uns gibt es morgen wieder Kürbis... ;-)

Zutaten für 3 Portionen:
1 Zwiebel
2 Karotten
2 Knoblauchzehen
1 kleiner Kürbis (ca. 600g)
700ml Gemüsebrühe
ca. 150g Mais
Pfeffer
evtl. Salz
Ahornsirup (bei mir nur 1,5 TL, beim Freund eher 3...)
Olivenöl

Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch grob hacken. Karotten und Kürbis in Würfel schneiden.
Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel und Karotte darin einige Minuten andünsten. Den Knoblauch und Kürbis zugeben und ca. 3-4 mitdünsten. Mit Gemüsebrühe aufgießen und ca. 15 Minuten köcheln lassen. Die Hälfte des Mais zugeben und nochmals ca. 5 Minuten köcheln lassen. Pürieren, mit Pfeffer und evtl. Salz abschmecken. In Schälchen (oder Teller) geben und je 1 EL Mais und die gewünschte Menge Ahornsirup darauf verteilen.

Tipp:
Wer Hokkaido verwendet, muss diesen nicht schälen. Nur für die, die es wie ich, nicht wussten... ;-)