Samstag, 30. Juni 2012

Express-Päckchen



Im Moment habe ich noch weniger Zeit als sonst schon. Langsam (wirklich langsam...) geht's auf's Ende vom Studium zu und da muss ich tatsächlich mal etwas tun. ;-) Deshalb bleibt leider wenig Zeit zum Kochen. Da ich aber dennoch essen muss, und mich definitiv nicht mit Fertiggerichten zufrieden gebe, muss es noch schneller gehen als sonst schon. Bei der Suche nach fixen Gerichten habe ich das Rezept für Kräuterfisch auf Gemüse gefunden. Selbst muss man nur ein paar Minuten schnippeln, dann erledigt der Ofen den Rest. An der Schnelligkeit könnte sich die Bibliothek mal ein Beispiel nehmen...

Zutaten für 2 Personen:
ca. 250g Fischfilet
1 kleine Fenchelknolle
1 kleiner Zucchino
1 kleine Aubergine
1 kleine Paprika
3 Frühlingszwiebeln
2-3 EL weiche Butter
10g frischer Ingwer
2 Handvoll frische Kräuter (z.B. Basilikum, Estragon, Thymian, Rosmarin, Salbei)
Pfeffer
Salz
außerdem: Backpapier

Zubereitung:
Das Gemüse in feine Scheiben bzw. Ringe schneiden, die Kräuter und den Ingwer fein hacken. Die Kräuter und den Ingwer mit der Butter vermengen, mit Pfeffer und etwas Salz würzen. Den Fisch waschen, trocken tupfen und mit der Kräuterbutter bestreichen.

Zwei etwa 40x40 cm große Backpapierstücke abschneiden. Das Gemüse auf die beiden Stücke verteilen, den Fisch darauf setzen. Das Backpapier gut verschließen (z.B. in der Mitte übereinander klappen und die Enden jeweils zusammenfalten). Bei 180º C ca 30 Minuten im Backofen garen.

Quelle: kuechengoetter.de


Donnerstag, 28. Juni 2012

Ein Kuchen für Alice



Die liebe Alice sucht den perfekten Käsekuchen und feiert noch dazu ihren zweiten Bloggeburtstag. Also wenn das mal kein Grund ist, in die Küche zu wackeln... ;-)



Lang, lang habe ich überlegt, wie der perfekte Käsekuchen für mich aussieht. Ergebnis: Ich will einen keksigen Boden, eine cremige aber gebackene Käsemasse und am liebsten noch etwas fruchtiges oben drauf. Schnell war mir dann klar, dass es einen Stawberry Cheesecake geben sollte. Leider hat das Wetter dabei nicht mitgespielt und (fast) alle schönen Erdbeeren zerstört. Aber ich bin ja flexibel, dann eben Raspberry Cheesecake. Berry ist Berry. ;-) Eigentlich war's so noch viel besser, weil die feine Säure von den Himbeeren wirklich toll gepasst hat. Das tollste am Kuchen ist aber der Boden! Normalerweise habe ich immer Hobbits verwendet. Dieses Mal durften meine Lieblingskekse ran und auch unter Käsekuchen machen sie eine tolle Figur. (Was sie allerdings mit meiner Figur machen, darüber möchte ich nicht sprechen...) Der Name der Kekse ist für den Anlass außerdem sehr passen: Abbracci = Umarmungen.


Liebe Alice, ich wünsche dir alles Liebe zum Bloggeburtstag und dass noch viele folgen mögen! Mach so weiter, ich les dich immer sehr gern. Und vielleicht schaffen wir es mal uns auf einen Kaffe zu treffen... :-)

Zutaten für eine Springform mit 18cm:
Für den Keksboden:
200g Lieblingskekse (hier: Abbracci von Mulino Bianco)
80g zerlassene Butter

Für die Käsemasse:
350g Ricotta
350g Frischkäse
120g Zucker
3 Eier
abgeriebene Schale einer Limette

Für die Himbeersauce:
300g Himbeeren
1-2 EL Puderzucker

Außerdem:
Butter und Semmelbrösel für die Form

Zubereitung:
Die Kekse in einen Gefrierbeutel geben und darin zerbröseln. Mit der zerlassenen Butter vermengen. Die Springform mit Backpapier auslegen, die Wände buttern und mit Semmelbröseln ausstreuen. Die Keksmasse in der Form verteilen und gut andrücken.

Ricotta und Frischkäse miteinander mischen. Zucker und Limettenschale unterrühren. Nach und nach die Eier unterschlagen. Die Masse in die Form geben. Bei 160ºC ca. 40-60 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Nach der Backzeit den Kuchen im Ofen bei leicht geöffneter Tür auskühlen lassen.

Für die Sauce die Himbeeren pürieren und durch ein Sieb streichen. Mit dem Puderzucker mischen. Den Kuchen in Stücke schneiden und jeweils mit Himbeersauce servieren.

Mittwoch, 27. Juni 2012

Ein Herz für Tomaten



Sehen die Tomaten nicht einfach hinreißend aus? So rot, rund und saftig... Die Steige roter Früchtchen ist mir ein paar Stunden nach der Idee, mal wieder Tomatensuppe zu kochen, über den Weg gelaufen. Das konnte doch nun wirklich kein Zufall sein! Noch dazu waren die guten Stücke im Angebot, weil sie schon sehr reif waren, was sie wiederum noch perfekter für Suppe gemacht hat. Und dann noch der Gedanke, was mit den Tomaten passiert, wenn sie keiner kauft. Selbst wenn ich gewollt hätte, nach all diesen unschlagbaren Argumenten konnte ich sie einfach nicht im Laden lassen. Das versteht ihr ja ganz sicher, oder? Ich habe eben ein Herz für arme kleine Tomaten. ;-) Für meine gute Tat wurde ich dann mit einer wunderbar aromatischen scharfen Tomatensuppe belohnt. Nun gut, davor musste ich den Schätzchen noch helfen sich durch ein Sieb zu zwängen. Das war ein klitzekleines bißchen anstrengend. Aber gut, was tut man nicht alles aus Tomatenliebe...

Zutaten für 2 Personen:
1 kg vollreife Tomaten
1 Karotte
1 dünne Stange Lauch
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote
10 cm frischer Ingwer
1/4 l Gemüsebrühe
Pfeffer
Salz

Zubereitung:
Schalotte, Knoblauch, Ingwer und die Chili fein hacken. Karotte schälen und würfeln. Den Lauch putzen und in feine Ringe schneiden. Die Tomaten abwaschen und den Strunk entfernen.

Öl in einem Topf erhitzen. Die Schalotte mit Knoblauch, Ingwer und Chili darin 2-3 Minuten dünsten. Karotte und Lach zugeben und nochmals 3 Minuten garen. Mit der Gemüsebrühe aufgießen. Die Tomaten zugeben und ca. 30 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Die Suppe pürieren und durch ein Sieb streichen. (Wer im Besitz einer Flotten Lotte ist, dadurch passieren.) Mit Pfeffer und Salz abschmecken und servieren.


Ach ja, und so sahen die Tomaten nach der Behandlung aus. ;-)


Montag, 25. Juni 2012

Von drauß' vom Walde kommt er her...



Nein, das hier ist kein verirrter Weihnachtspost. ;-) Ganz im Gegenteil: Waldmeister hat mit Winter eigentlich gar nichts zu tun. Früher meine liebste Geschmacksrichtung bei Götterspeise und Brause, habe ich jahrelang nichts mehr mit dem grünen Kraut gegessen. Fast wäre er komplett in Vergessenheit geraten, hätte Klärchen vergangenes Jahr nicht ihren Waldmeistersirup gepostet. Leider habe ich damals selbst keinen mehr bekommen und irgendwie ihr furchtbar liebes Angebot, mir Waldmeister zu schicken, übersehen. Aber meine "kulinarische To-Do-Liste" vergisst nichts! So habe ich dieses Jahr schnellstmöglich den Münchner Viktualienmarkt unsicher gemacht und siehe da: ein dickes Bund schönster Waldmeister! Dieses ist mittlerweile in Fläschchen abgefüllt und einige Ideen, was ich damit anstellen kann, habe ich auch schon. Vielleicht habt ihr aber auch noch tolle Tipps für mich? Wofür benutzt ihr (Waldmeister)Sirup?

Zutaten:
1 dickes Bund Waldmeister
1 Zitrone
750g Zucker
1 Liter Wasser

Zubereitung:
Waldmeister entweder 3 Tage trocknen lassen oder genauso lange einfrieren. (Kleiner Tipp: Auf dem Markt kann man ihn z.T. schon getrocknet kaufen.)

Zucker und Wasser in einen großen Topf geben. Erwärmen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Anschließend aufkochen. Die Zitrone in feine Scheiben schneiden und mit dem Waldmeister in eine Schüssel geben. Mit dem Zuckersirup übergießen. An einem kühlen Ort etwa 1 Woche ziehen lassen.

Das Gemisch durch ein Tuch filtern und aufkochen, ggf. abschäumen. Grün wird der Waldmeistersirup mithilfe von ein Paar Tropfen grüner Lebensmittelfarbe. ;-)

In Flaschen umfüllen, gut verschließen und an einem kühlen Ort aufbewahren.

Quelle: Gourmet-Büdchen


Sonntag, 24. Juni 2012

Der etwas andere Kartoffelsalat



Von Kartoffelsalat gibt es gefühlte 10000... Varianten. Mit Mayo oder ohne Mayo. Mit Gurke oder ohne Gurke. Mit Speck oder ohne Speck. Mit Senf oder ohne Senf. Und so weiter...  Bratkartoffelsalat ist mir allerdings bisher nicht untergekommen. Ich weiß auch gar nicht mehr, wonach ich bei den Küchengöttern eigentlich gesucht habe, dass ich auf den Salat gestoßen bin. Plötzlich war er da und ich interessiert. Liebe auf den ersten Blick sozusagen. ;-) Da die Temperaturen draußen eh nach kaltem bzw. lauwarmem Essen verlangt haben, kam er auch direkt auf den Tisch. Zusammen mit der  Erdbeerlimonade für mich ein perfektes Sommerabendessen!

Zutaten für 2 Personen:
ca. 300g Pellkartoffeln vom Vortag
ca. 300g Rucola
1/2 Kugel Mozzarella
1/2 Salatgurke
300g Kirschtomaten
3 Frühlingszwiebeln
1 kleine Paprika
2 EL Kresse
1 EL mittelscharfer Senf
1/2 TL Honig
Pfeffer
Salz
3 EL Balsamico
4 EL Olivenöl
Öl zum Braten

Zubereitung:
Kartoffeln in 4-5 mm dicke Scheiben schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffelscheiben nebeneinander hineinlegen und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun braten.

In der Zwischenzeit den Rucola waschen. Gurke schälen und in kleine Würfel schneiden. Kirschtomaten putzen und halbieren. Frühlingszwiebeln ebenfalls putzen und in Ringe schneiden. Paprika waschen und in Würfel schneiden. Mozzarella ebenfalls würfeln.

Für das Dressing Senf, Honig, Balsamico, Olivenöl, Pfeffer und Salz gut verrühren.

Rucola, Salat, Kirschtomaten, Paprika und Frühlingszwiebeln auf zwei Teller verteilen. Die Kartoffelscheiben, Mozzarella und Kresse darüber geben. Mit dem Dressing beträufeln.

Quelle: küchengötter.de

Freitag, 22. Juni 2012

Limo für Beerenfans



Liebe Leser, ich bin ein Trinker. Ein ganz schlimmer Trinker sogar. Ich brauche mindestens 2 Liter am Tag, sonst geht's mir schlecht. Ich spreche selbstverständlich von Wasser. Hat ja hoffentlich niemand etwas anderes gedacht, oder doch? ;-) Neben meinem exzessiven Wasserkonsum trinke ich eigentlich kaum etwas anderes - wo sollte auch noch Platz dafür sein... Aber ab und an packt es mich, und ich möchte irgendwas "mit Geschmack". Meist kommt mir dann Saft bzw. Saftschorle ins Glas, da mir gekaufte Softdrinks viiiieeeeelllll zu süß sind. Das konnte mir bei der selbstgemachten Erdbeerlimonade allerdings nicht passieren. Schließlich hatte ich die Zuckermenge hier nicht nur sprichwörtlich selbst in der Hand. Mit dem fruchtigen, gar nicht süßen Sommerdrink ließ es sich dann gestern Abend sehr gemütlich die letzten Sonnenstrahlen auf dem Balkon genießen. Wenn doch jeder Tag so schön wär...

Zutaten für ca. 4 Gläser:
500g frische Erdbeeren
Saft von 2-3 Limetten
1 EL Puderzucker (nach Geschmack ggf. mehr)
Mineralwasser

Zubereitung:
Erdbeeren putzen und das Grün abschneiden, zusammen mit Limettensaft und Puderzucker pürieren. Gläser 1/3 mit dem Erdbeerpüree füllen und mit Mineralwasser aufgießen. (Vorsicht: Wegen des Limettensafts schäumt es sehr!)

Inspiration: kuechengoetter.de

Donnerstag, 21. Juni 2012

Marmeladen Manufaktur



In diesem Jahr habe ich wieder das nahegelegene Erdbeerfeld geplündert und fleißig Marmelade gekocht. Deutlich mehr als vergangenes Jahr, damit ich (hoffentlich) auch im Winter noch etwas davon haben werde. Das hat beim letzten Mal nicht so gut geklappt... ;-) Nicht nur die Menge wurde bei der aktuellen Produktion gesteigert, auch bei den Sorten habe ich variiert. Mein Favorit von 2011 durfte allerdings wieder ins Glas: Erdbeer-Limette. Neu dabei sind Rhabarber, Minze und Rosmarin. Letzteres klingt vielleicht erst einmal ungewöhnlich, ist aber eine wirklich tolle Kombination. Zubereitet wurden alle mit Gelierzucker 3:1, da ich es nicht so süß mag. Deshalb sind die Rezepte auch ein wenig rudimentär, aber die Anleitung auf den Zuckerpackungen ist für Marmeladenanfänger eh ein Muss. Und alle anderen kriegen das bestimmt ohne ausführliche Anleitung hin...

Was sind eure liebsten Marmeladenkombinationen? Und wie "verarbeitet" ihr Marmeladen? Nur auf's Brot oder habt ihr weitere Tipps für mich?



Meine Nr. 1 in diesem Jahr: Erdbeer-Rosmarin-Fruchtaufstrich
Ich habe 2 Rosmarinzweige und 300g Erdbeeren gemischt und 4 Stunden mit dem Gelierzucker mariniert. Dann nach Packungsanweisung gekocht, den Rosmarin rausgefischt und den Aufstrich in Gläser abgefüllt. 



Da die Minze auf dem Balkon fast explodiert ist, wurde Erdbeer-Minze-Fruchtaufstrich gekocht. 
2 Handvoll Minze fein hacken, mit 400g Erdbeeren und dem Gelierzucker mischen und wieder 4 Stunden marinieren. Nach Packungsanweisung kochen und in Gläser abfüllen.



Zum Teilen für den Liebsten: Erdbeer-Rhabarber-Fruchtaufstrich.
250g Erdbeeren und 250g kleingeschnittener Rhabarber mischen, 4 Stunden mit dem Gelierzucker marinieren, dann kochen und abfüllen. 



Hat mir letztes Jahr so gut geschmeckt, deshalb gab's sie wieder: Erdbeer-Limetten-Fruchtaufstrich.
Dieses Mal waren es allerdings 3 Limetten auf 300g Erdbeeren. 

Mittwoch, 20. Juni 2012

Urlaubspasta



Das Wetter ist fies! Gestern Abend überwinde ich meinen inneren Schweinehund, schwinge mich auf's Rad und strampel zum 11 km entfernten Einkaufszentrum. Kaum verlasse ich selbiges wieder, fängt es an zu tröpfeln und das Gewitter folgte selbstverständlich auf dem Fuße. Heute das gleiche Spiel wieder: Kaum ziehe ich in Erwägung nach Hause zu fahren, gießt es wie aus Eimern. Na danke auch... Dann wenigstens Sommer auf dem Tisch! Den gab's bei uns in Form leckerer ligurischer Pasta. Zuerst war ich irritiert über die Kombination von Nudeln und Kartoffeln, aber auf dem Teller dann gar nicht mehr. Ich empfehle, sich nicht abschrecken zu lassen und es einfach mal auszuprobieren. Im Sommer kann man schließlich auch mal abenteuerlustig sein... ;-)

Zutaten für 2 Personen:
ca. 150g Kartoffeln
200g grüne Bohnen
6-8 EL grünes Pesto
ca. 200g Pasta
ggf. Pfeffer, Salz

Zubereitung:
Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen. Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit den Bohnen ca. 10-15 Minuten in sprudelndem Salzwasser gar kochen. Nudeln, Kartoffeln, Bohnen und Pesto mischen. Evtl. mit Pfeffer und Salz abschmecken und servieren.

Montag, 18. Juni 2012

Tatatataaaaa... Tarte!



Eigentlich wollte ich euch heute einen Restaurant-Tipp geben. Am Wochenende war ich nämlich mal wieder bei den 24h von Bayern. Langjährige Leser wissen was gemeint ist: 24 Stunden am Stück wandern. (Ja, ich weiß. Irre...) Im Rahmen dessen war ich Freitag Abend in Bad Reichenhall essen. Das Ambiente war super und auch die Vorspeise wirklich sehr lecker. Ich wollte schon fast die Kamera holen, doch dann kam der Hauptgang - oder eben auch nicht. Als geschlossene Gruppe hatten wir die Wahl zwischen 2 Hauptspeisen. So weit, so gut. Leider wurde von der Küche zuerst komplett das eine Gericht und dann das andere Gericht ausgegeben. Bei einer Gruppe von geschätzt 50-60 Personen eher schlecht... Besonders an meinem Tisch: Ich habe nämlich als einzige Gericht 2 genommen, und damit tatsächlich allein gegessen, da alle anderen schon fertig waren, als mein Essen endlich kam. Auch wenn's lecker war, ist mir das nun wirklich keinen Tipp mehr wert...

Ganz anders die Spargeltarte mit Blütenricotta. Gesehen bei Lunch for One, gebacken nach flowers on my plate und genossen mit dem Liebsten. (Zu dem gibt's allerdings keinen Link. ;-)) Die war sehr lecker, schnell gemacht und kam in einem Stück - für alle gleichzeitig - auf den Tisch. Mein Freund war besonders begeistert von den Blüten. Die werdet ihr sicher demnächst wiedersehen...

Zutaten:
ca. 250g grüner Spargel
1 Rolle Blätterteig
200g Ricotta (alternativ: Körniger Frischkäse)
200g Schmand
1 EL Kräuterblütenmischung (z.B. "Gute Laune" von Sonnentor)
1 Ei
1 Knoblauchzehe
Pfeffer
Salz
Parmesan zum Dekorieren

Zubereitung:
Den Blätterteil ausrollen und an allen Seiten zu einem Rand umklappen. Das Ei verquirlen und den Blätterteig etwa mit der Hälfte bestreichen. Im vorgeheizten Backofen bei 180ºC Umluft ca. 10-15 Minuten goldbraun backen. Anschließend kurz abkühlen lassen, den Ofen allerdings weiterlaufen lassen.

In der Zwischenzeit Ricotta, Schmand und Blütenmischung vermengen. Knoblauch hineinpressen, das restliche Ei zugeben und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Spargel waschen, holzige Enden entfernen und dicke Stangen ggf. halbieren.

Die Ricottamasse auf dem Blätterteig verteilen, den Spargel darauf legen. Weiter 20-25 Minuten goldbraun backen. Anschließend mit frischen Parmesanspänen dekorieren und servieren.



Mittwoch, 13. Juni 2012

Mittwochs"braten"



Braten wird hier im Diner nicht gebraten, auch nicht gebacken. Hier wird überhaupt nicht gebraten, also Braten. Was ich damit sagen will: Sonntagsbraten gibt es bei uns nicht. Und auch an keinem anderen Tag der Woche. Für zwei lohnt sich das (meiner Meinung nach) einfach nicht. Das arme Stückchen Fleisch wird nur trocken und das wäre ja Verschwendung. Gar nicht trocken war dagegen unser Mittwochs"braten": Steak mit Zwiebel-Senf-Kruste mit Ofenkartoffeln. Das hat der Herr an der Pfanne sehr schön gebraten. Der ist nämlich für Fleisch hier im Diner verantwortlich, ich kümmere mich lieber um Gemüse und Fisch. Juhu, wir erfüllen das Klischee... Aber eigentlich auch nicht, denn dann würde mein Liebster überhaupt nicht kochen. So einer käme mir allerdings erst gar nicht ins Diner. ;-)

Zutaten für 2 Personen:
Für die Steaks
2 Rindersteaks (à 150g)
2-3 EL mittelscharfer Senf
1/2 kleine Schalotte
1/2 TL grüner Pfeffer
1/4 TL rosa Pfeffer
Salz

Für die Ofenkartoffeln
ca. 350g kleine Kartoffeln
4-5 Zweige Rosmarin
etwas Cayennepfeffer
Olivenöl
grobes Meersalz

Zubereitung:
Kartoffeln waschen, trocknen und halbieren. Mit Olivenöl und Cayennepfeffer mischen. Auf einem Backblech geben, Rosmarin darüber verteilen und bei 180ºC ca. 25-30 Minuten backen. Nach der Backzeit mit grobem Meersalz bestreuen.

In der Zwischenzeit die Steaks waschen und trocken tupfen. Schalotte sehr fein hacken. Grünen und rosa Pfeffer im Mörser zerstoßen, mit Senf, Schalottenwürfel und etwas Salz mischen. Öl in einer Pfanne erhitzen, die Steaks von beiden Seiten scharf anbraten. Jeweils eine Seite mit der Senf-Pfeffer-Mischung bestreichen. Zu den Kartoffeln noch 3-4 Minuten in den Ofen geben.

Montag, 11. Juni 2012

Süßes zum Wochenstart



Letztes Jahr gab es hier noch reines Rhabarberkompott, dieses Jahr habe auch ich mit den komischen Stängeln meinen Frieden geschlossen und jetzt muss der Liebste mit mir teilen. Dafür habe ich noch meine geliebten Erdbeeren dazu geworfen. Beziehungen sind eben ein Geben und Nehmen. ;-) Außerdem wurden mit dem Erdbeer-Rhabarber-Kompott die letzten Beeren, die es nicht mehr ins Marmeladenglas geschafft haben, äußerst lecker verwertet. Wer wird schon etwas von den 2 kg mühsam selbstgepflückten Erdbeeren verkommen lassen? Ich nicht. Dazu noch ein bißchen Eis und fertig ist ein leckeres Dessert. Oder ein Nachmittagssnack, oder...

Zutaten für 4 Portionen:
250g Rhabarber
300g Erdbeeren
1-2 Orangen (sollten ca. 100 ml Saft ergeben)
2 EL Zucker
1 EL Vanillezucker
1 gestr. EL Speisestärke

Zubereitung:
Rhabarber putzen und in Würfel schneiden. Erdbeeren putzen und vierteln. Orangen auspressen.

Rhabarber zusammen mit Orangensaft (vorher 2 EL abnehmen), Zucker und Vanillezucker in einen Topf geben. Erwärmen und bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen. Die Stärke mit dem übrigen Orangensaft verrühren. Zum Rhabarber geben und aufkochen. Vom Herd nehmen und die Erdbeeren unterrühren. Abkühlen lassen.

Schmeckt mit aber auch ohne Vanilleeis... :-)


Sonntag, 10. Juni 2012

Heute mal kein Diner, sondern eine Trattoria...



Und weiter geht's mit Rezepten aus meinen umherfliegenden Zeitschriften. ;-) Dieses Mal aus dem aktuellen Sonderheft der Lecker "Trattoria". Darin sind einige original Vapiano-Rezepte enthalten, u.a. die Pasta salmone del sole. Obwohl ich nur sehr ungern im Vapiano esse, habe ich das Rezept ausprobiert. Auf dem Foto sah es so unglaublich gut aus und die Zutaten klangen auch nicht so, als würde ich das Gericht verschmähen. ;-) Habe ich dann auch nicht! Ganz im Gegenteil, ich fand es richtig lecker. Im Gegensatz zu dem, was ich von meinen letzten Vapiano-Besuchen in Erinnerung hatte (was allerdings etwa 6-7 Jahre her ist).
Wie ist das bei euch? Geht ihr gern zu Vapiano oder seid ihr auch nicht so begeistert?

Zutaten für 2 Personen:
200g Pasta (alternativ 400g frische Pasta)
ca. 150g Räucherlachs
1 kleine rote Paprika
3-4 Frühlingszwiebeln
3 Stiele Petersilie
2 Stiele Zitronenmelisse
150g Schmand
Pfeffer
Salz

Zubereitung:
Pasta nach Packungsanweisung kochen. Die Paprika in Streifen, die Frühlingszwiebeln in kleine Ringe schneiden. Petersilie und Zitronenmelisse waschen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen. Beides fein hacken. Lachs in Scheiben schneiden.

Schmand in einem Topf erwärmen. Kräuter, Paprika und Lachs zugeben und ebenfalls kurz erwärmen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Die Sauce mit den Nudeln mischen und servieren.

Quelle: Lecker Trattoria (Sonderheft Nº 2 2012)

Donnerstag, 7. Juni 2012

Herzhafter Kuchen



Kennt ihr das untrügliche Zeichen, dass ihr sehr viele Kochzeitschriften besitzt? Euer Zeitschriftensammler platzt... Dabei fand ich den eigentlich noch gar nicht so voll. Er hatte schließlich auch noch 2 Kumpels, die mindestens genauso gefüllt waren. Wahrscheinlich war er einfach nur ein Schwächling. ;-) Da ich allerdings nicht vorhabe, meine Sammelleidenschaft aufzugeben, müssen nun wohl stärkere Exemplare hier einziehen. Hat jemand vielleicht einen Tipp für mich, wo ich schöne finden könnte?
Das Platzen des Zeitschriftensammlers hatte aber auch etwas Gutes: Das Lecker Sonderheft Nº1 2011 ("unterwegs") ist mir wieder in die Hände gefallen. Darin hatte mich schon beim ersten Durchblättern der Spanakopita (Spinatkuchen mit Sesam) besonders angelacht. Aber ihr wisst ja wie das ist, die Kochliste ist lang und es kommen immer wieder neue Gerichte dazu. Dabei kann schon mal das ein oder andere in Vergessenheit geraten. Damit das nicht wieder passiert, habe ich den herzhaften Kuchen schnell gebacken. Geschmeckt hat er ganz wunderbar! War bei meiner Vorliebe für Spinat und Feta aber auch nicht anders zu erwarten... ;-)

Zutaten für eine Springform (∅ 18cm):
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
600g frischer Spinat (alternativ TK)
etwa 1/2 Rolle Filoteig
1/2 Bund Petersilie
100g Feta
30g Butter
2 Eier
3 EL Milch
1 EL Semmelbrösel
Muskat
Pfeffer
Salz
je 1/2 EL Sesam und Schwarzkümmel

Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Spinat waschen und grob hacken. Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel und den Knoblauch darin glasig dünsten. Spinat nach und nach zugeben und bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten dünsten. Gelegentlich umrühren.

In der Zwischenzeit den Filoteig 10 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Petersilie waschen, trocknen und grob hachen. Feta zerbröseln und die Butter zerlassen.

Spinat in einem großen Sieb abtropfen lassen und gut ausdrücken. 1 Ei trennen und das Eiweiß mit dem anderen (ganzen) Ei und der Milch verquirlen. Spinat, Feta, Petersilie, Semmelbrösel und Eiermilch vermengen. Mit Muskat, Pfeffer und Salz abschmecken.

Den Ofen auf 170ºC vorheizen. Die Springform fetten und mit Mehl ausstäuben. 2 Teigblätter so in die Form legen, dass sie über den Rand hängen. Mit der flüssigen Butter bestreichen. 4 weitere Blätter versetzt darauf legen, und jeweils mit Butter betreichen. Spinatmasse darauf verteilen und den überstehenden Teig darüber klappen. Dazwischen immer mit der Butter bestreichen. Ein weiteres Teigblatt darauf verteilen und die restliche Butter darauf verteilen.

Im Ofen ca. 20 Minuten backen. Anschließend das verbleibende Eigelb mit 1 TL Wasser verquirlen und den Teigdeckel damit bestreichen. Sesam und Kreuzkümmel darüber streuen und nochmals 5-10 Minuten goldbraun backen. Warm oder kalt servieren.

Quelle: Lecker Sonderheft Nº1 2011

Mittwoch, 6. Juni 2012

Rund und innen bunt



Heutzutage wird fast jedes Gericht in seiner Beilage oder einer seiner Zutaten serviert - Gulaschsuppe im Brot, Kürbissuppe im Kürbis oder Obstsalat in Ananas. Deshalb dachte ich mir, warum nicht auch mal Ratatouille in Zucchini servieren? Die runden Exemplare bieten sich dafür ja gradezu an. Bei mir gab es dazu "nur" etwas Baguette. Aber als Beilage in einem mediterranen Menü stelle ich ich mir das auch als schicke Alternative zu klassischem Ratatouille vor. Ich probiere es ganz bestimmt und berichte euch dann selbstverständlich. :-)

Zutaten für 2 Personen:
2 runde Zucchini (Rondini)
1/2 kleine Aubergine
1 kleine Paprika (gelb oder rot)
1 kleine Karotte
2-3 Tomaten
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1/2 Mozzarella
100 ml Weißwein
1 EL Tomatenmark
1 Handvoll frische Kräuter (Basilikum, Rosmarin, Thymian, Petersilie u.Ä.)
Pfeffer
Salz

Zubereitung:
Den "Deckel" der Zucchini abschneiden und sie aushöhlen. Die Füllung würfeln. Aubergine, Paprika und Tomaten waschen und ebenfalls würfeln. Schalotte und Knoblauch fein hacken. Kräuter waschen, trocken schütteln und ebenfalls hacken. Mozzarella in dünne Scheiben schneiden, 2 zur Seite legen und den Rest würfeln.

Öl in einem Topf erhitzen. Die Schalotte und den Knoblauch darin glasig dünsten. Das Gemüse - außer den Tomaten - zugeben und ca. 3-4 Minuten anbraten. Mit Weißwein ablöschen und etwa 5 Minuten einköcheln lassen. Das Tomatenmark einrühren, dann die Tomaten zugeben. Nochmals 5 Minuten köcheln lassen. Anschließend die Kräuter unterrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Das Ratatouille und die Mozzarellawürfel abwechselnd in die ausgehöhlte Zucchini füllen. Jeweils eine Mozzarellascheibe oben auflegen und den Zucchini-Deckel darauf legen. Bei 180ºC ca. 25 Minuten im Backofen garen, bis der Käse goldbraun ist.

Montag, 4. Juni 2012

Spargelsotto



Juhu, da bin ich wieder! Ich entschuldige mich für die knappe eine Woche Blogabstinenz. Aber erst war ich im Urlaub und habe mal nicht selbst gekocht. Und die vergangenen Tage habe ich erst fleißig in der Küche gewerkelt, dann geheult weil es auf den letzten Metern schief gegangen ist und schlussendlich war ich mit Muffins auf einer Hochzeit... Ihr könnt euch sicher denken, was ich eigentlich backen wollte. Ich habe Fotos davon gemacht und zeige ich die Tage mal "das Grauen"... ;-)
Bevor ich die Niederlage jedoch verarbeitet habe und darüber sprechen kann, zeige ich lieber etwas, das ganz toll geklappt hat: Spargelpastasotto. Die letzten Wochen der Spargelzeit werden hier wie immer voll ausgekostet. Schließlich müssen wir danach wieder ein paar Monate abstinent leben. (Oder kauft allen ernstes jemand Spargel aus dem Glas???) Spargelrisotto habe ich all die Jahre immer bewundert - aber nie gemacht, weil ich ja Risotto blöd finde. Wird der Reis aber durch Nudeln ersetzt, ist hier im Diner bekanntlich alles in Ordnung. Weil hier noch ein paar getrocknete Tomaten lebten, durften die auch noch mit in den Topf. Sieht ja auch schick aus, so grün mit rot und weiß von den Nüdelchen, oder?

Zutaten für 2 Personen:
ca. 400g grünen Spargel
40g getrocknete Tomaten
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1/2 Bund Basilikum
ca. 200g Kritharaki
100 ml Weißwein
150-200 ml Gemüsebrühe
Pfeffer
Salz
Olivenöl

Zubereitung:
Getrocknete Tomaten in Scheiben schneiden und in Olivenöl einlegen. Etwa 1 Stunde marinieren.

In der Zwischenzeit die holzigen Enden des Spargels abschneiden. Diesen 4-5 Minuten in kochendem Wasser blanchieren. Etwas abkühlen lassen und anschließend in 2-3 cm breite Stücke schneiden. Schalotte und Knoblauch fein hacken. Basilikum waschen, Blättchen abzupfen und ebenfalls hacken.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauch und Schalotte darin glasig dünsten. Die Nudeln zugeben und kurz anbraten. Mit Weißwein ablöschen und einköcheln lassen. Gemüsebrühe zugeben und die Nudeln darin al dente kochen, ggf. mehr Brühe zugeben. Tomaten abtropfen lassen und zusammen mit dem Spargel unterrühren und 3-4 Minuten mitköcheln. Basilikum unterrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Schmeckt mit geriebenem Parmesan noch ein kleines bißchen leckerer. ;-)