Montag, 18. März 2013

Zweite Chance



Kochbücher von Sterne- oder Fernsehköchen besitze ich kaum. Ich kann mich nur selten dafür begeistern. Dem Liebsten hatte es aber "Street Food" vom Herrn Kotaska angetan, deshalb hat er es zum Geburtstag bekommen. Nach dem Ausprobieren des ersten Rezepts hätte ich es aber am liebsten postwendend in den Buchladen zurückgebracht. Ich war schwer enttäuscht: Das Bild auf der Nebenseite passte beim näheren Hinsehen definitiv nicht dazu (es stand auch nicht dabei, welches Rezept es stattdessen bebildern sollte), nicht alle Zutaten fanden sich im Rezept wieder und geschmacklich war es dann auch kein Highlight. Peinlich, peinlich - besonders wenn man anderen im Fernsehen gute Tipps gibt...
Dennoch habe ich dem Buch noch eine zweite Chance gegeben und bin wieder etwas milder gestimmt. Der Fisch mit Kartoffelkruste war wirklich lecker. Laut Originalrezept hätte man übrigens Zander verwenden und den Fisch auf Gurkensalat betten sollen - habe ich aufgrund persönlicher Präferenzen verändert. Ich hoffe nun, dass der dritte Versuch ähnlich gut wird... Was macht ihr, wenn sich ein Kochbuch erst beim Kochen als blöd herausstellt? Behalten oder Zurückbringen?

Zutaten für 2 Personen:
2 Lachsfilets (ca. 250g)
1 mehligkochende Kartoffel
Muskat
Pfeffer
Salz
jeweils 1-2 Thymian- und Rosmarinzweige
Olivenöl zum Braten

Zubereitung:
Die Kartoffel schälen und fein reiben. Mit Pfeffer und Muskat abschmecken. Den Fisch leicht pfeffern und salzen. Die Kartoffelmasse auf die beiden Fischstücke verteilen. Öl in einer Pfanne erhitzen. Den Fisch mit der Kartoffelseite nach unten hinein geben. Bei mittlerer Hitze brazen, bis die Kartoffelkruste goldbraun ist. Die Stücke wenden, Thymian und Rosmarin zugeben und fertig braten.

Dazu passt Gurkensalat oder Spinat.

Quelle: Street Food - Mario Kotaska (AT Verlag)

Kommentare:

  1. Ich hätte auch Lachs genommen, sieht sehr lecker und gelungen aus. Ein Buch von Mario Kotaska hätte ich mir übrigens nie ausgesucht, aber das Rezept gefällt mir.
    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
  2. Ich habe auch ein Koch-, resp. es ist ein Backbuch, welches eigentlich komplett für die Tonne ist. Tolle Bilder... aber wenn ich das Rezept lese und mit dem Bild vergleiche, kann das unmöglich gut kommen. Im Rezept war z.B. von Kakaopulver für den Mürbeteig die Rede, auf dem Bild war der Mürbeteig aber hell, nix mit Kakao oder so.
    Tja, jetzt lasse ich mich von den Bildern inspirieren und suche dann anhand des Kuchennamens das entsprechende Rezpet in der grossen weiten Bloggerwelt. Blogrezepte sind eh immer besser, weil auf Tauglichkeit geprüft.

    AntwortenLöschen
  3. Ich habe auch ein Kochbuch, aus dem bereits mehrere Rezepte nicht gelungen sind. Ich glaub, jediglich ein Dressing zu einer Salatvariation war gut. Aber es wegzutun habe ich bisher nicht geschafft, obwohl ich es eigentlich auch nicht mehr wirklich zur Hand nehme... ;-)

    AntwortenLöschen
  4. @ Christina: Ich hätte es mir auch nicht ausgesucht, aber mein Freund wollte das so gern. Da konnte ich nicht nein sagen. ;-)

    @ Wilde Henne: Das ist ein guter Tipp, danke! Wenn ich merke, das passt nicht zusammen, gebe ich meist schon auf... Blogrezepte mag ich mittlerweile auch am liebsten, die funktionieren wirklich immer!

    @ Ramona: Wow, nur ein Dressing? Das Kochbuch scheint echt "toll" zu sein. Aber ich verstehe, dass du es noch nicht weggetan hast. Ich habe auch so einige, in die ich sicher nicht mehr gucken werde, aber mit denen sieht meine Sammlung irgendwie noch ein wenig eindrucksvoller aus. *hust*

    AntwortenLöschen